Karlsruhe. Der Karlsruher SC hat das intensive Baden-Württemberg-Duell mit dem 1. FC Heidenheim gewonnen und die Abstiegsränge damit vorerst verlassen. Für den 2:1 (1:0)-Heimsieg im Abendspiel der 2. Fußball-Bundesliga sorgten Tim Civeja (19. Minute) mit seinem ersten Zweitligatreffer und Marvin Wanitzek (80.) mit einem Traumtor per Freistoß. Heidenheims Alessandro Vogt (88.) traf zum Endstand.
Durch den insgesamt verdienten Erfolg vor 28.453 Zuschauern verbesserten sich die Badener mit nun elf Punkten zumindest vorübergehend auf den elften Tabellenplatz. Heidenheim bleibt mit 15 Zählern vorerst Sechster.
KSC startet deutlich besser ins Spiel
Die Karlsruher starteten so feurig in das Landesduell wie ihre Fans, die auf den Stehplätzen dutzende Pyrofackeln abbrannten. Shio Fukuda, der ein starkes Spiel machte, traf bereits in der 2. Minute ins Netz, stand zuvor aber knapp im Abseits. Deniz Ofli vergab kurz darauf die Großchance zur Führung, als er am stark reagierenden FCH-Torhüter Thomas Dähne scheiterte. Christoph Kobald und Civeja verpassten es ebenfalls, die Badener für eine couragierte Anfangsphase zu belohnen.
Vor allem Spielmacher Marvin Wanitzek aus dem halblinken Mittelfeld heraus und Stürmer Fukuda belebten die beim Pokal-Aus in Mönchengladbach (0:2) noch so schlappe KSC-Offensive. Für das überfällige 1:0 sorgte schließlich Civeja, der sich nach Wanitzeks Vorlage gegen mehrere Heidenheimer durchtankte und wuchtig abschloss.
Von den Heidenheimern, die im Mittelfeld kaum präsent waren, kam überraschend wenig. Die beiden früheren KSC-Stürmer Mikkel Kaufmann, der die beste FCH-Chance in Hälfte eins vergab, und Budu Siwsiwadse fanden fast nicht statt. Defensiv wirkten die Schwaben oft anfällig gegen die wesentlich zielstrebigeren Gastgeber.
Wanitzek entscheidet Partie
In Hälfte zwei fanden die Heidenheimer etwas besser ins Spiel, mehr als Kaufmanns Kopfball-Chance sprang gegen die kompakt verteidigende KSC-Dreierkette zunächst aber nicht heraus. Karlsruhe tat offensiv zwar weniger, hatte in Wanitzek aber einen Freistoßexperten an Bord. Der 33-Jährige zirkelte den Ball aus 17 Metern perfekt ins linke obere Eck. Vogts Kopfballtor kam zu spät für eine erfolgreiche Aufholjagd.
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