Berlin. Kinder sollen künftig Geld vom Staat bekommen, um Vermögen fürs Alter aufzubauen. Das sieht ein Gesetzentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) für eine neue «Frühstartrente» vor, den das Kabinett in Berlin beschloss. Der Bund soll damit für jedes Kind, das sechs Jahre alt wird, bis zum 18. Lebensjahr monatlich zehn Euro in ein Altersvorsorgedepot einzahlen.
«Wir wollen, dass alle besser und früher für das Alter vorsorgen können», erklärte Klingbeil. Bisher hänge das viel zu oft vom Elternhaus ab. Die Frühstartrente solle eine Art Startkapital für die Altersvorsorge sein. Das Geld soll automatisch an alle Kinder des entsprechenden Jahrgangs ausgezahlt werden. Die Eltern sollen das Depot durch freiwillige Zahlungen aufstocken können. Die Erträge sind bis zum Beginn der Auszahlungsphase steuerfrei, ausgezahlt wird das geförderte Kapital grundsätzlich nicht vor Vollendung des 65. Lebensjahres.
Nach Rechnung des Finanzministeriums entsteht allein aus der staatlichen Förderung bis zur Volljährigkeit ein Depotwert von rund 2.200 Euro. «Daraus können bis zum Renteneintritt ohne weitere Einzahlungen rund 53.000 Euro werden», erklärt Klingbeils Ministerium. Legten die Eltern monatlich noch zehn Euro drauf, könne das Depot bis zum Renteneintritt auf rund 107.000 Euro wachsen.
Sollte das Gesetz im Bundestag beschlossen werden, geht das Geld erst einmal an Kinder mit Geburtsjahrgang 2020. Ab 2027 kommt dann jedes Jahr der Geburtsjahrgang der dann Sechsjährigen dazu.
Fragen und Antworten zur Frühstartrente
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