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Tod auf Teneriffa
Abschied mit Melancholie: «Ich war der Herr Janosch»

Zeichnung von Janosch von sich selbst
Melancholisch und gewohnt amüsant zeigt sich Janosch in auf einem bislang unveröffentlichten Werk.(Handout) Foto: privat
Tiger, Bär und Tigerente machten Janosch berühmt. Nun ist der Künstler mit 95 Jahren gestorben – und eine bislang unveröffentlichte Zeichnung erinnert an ihn.

Tübingen. Ein Mann, gekleidet in blauer Jacke und Hose, geht mit erhobenem Kopf und weit ausgreifendem Schritt über das helle Papier, die Hände lässig in den Hosentaschen. «Ich war der Herr Janosch», steht handschriftlich auf einem aufgeklebten Papierstreifen. Die bislang unbekannte kleine Tusche-Aquarell-Zeichnung des Schriftstellers und Illustrators Janosch sollte nach Angaben seines Tübinger Verlegers Bernhard Feil und auf Bitten der Witwe erst nach seinem Tod veröffentlicht werden. Im Alter von 95 Jahren ist der Künstler am Dienstag auf Teneriffa gestorben.

Janosch habe die Zeichnung selbst angefertigt, sagte Feil der Deutschen Presse-Agentur. «Herr Janosch» ist auf dem Bild unterstrichen, rechts findet sich die Bleistift-Signatur des Künstlers.

Janosch, der mit bürgerlichem Namen Horst Eckert hieß, begeisterte seit den 1970er Jahren mit Büchern wie «Oh wie schön ist Panama» Kinder in aller Welt. Seine Figuren Tiger, Bär und Tigerente wurden zu Klassikern. Seine Geschichten erzählten von Außenseitern und kleinen Helden und waren oft frech, anarchisch und von leiser Melancholie getragen.

© dpa-infocom, dpa:261104-930-943998/1