Basel. Vor den Fasnachtsfeiern in Basel haben die Behörden bei der Überprüfung des Brandschutzes in 60 von 73 kontrollierten Räumen Mängel festgestellt. Dabei sei es unter anderem um die Fluchtwege gegangen, teilte der Regierungsrat mit.
In der Neujahrsnacht war bei einer Silvesterparty in einer brechend vollen Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana Feuer ausgebrochen. 41 Menschen kamen ums Leben, rund 80 wurden zum Teil schwer verletzt.
In Basel monierten die Behörden unter anderem die Beschilderung der Notausgänge oder die Dekoration. Die Untersuchung des Unglücks in Crans-Montana ist noch in Gange, aber die Behörden gehen davon aus, dass funkensprühende Partyfontänen Schallschaumstoff an der Decke in Brand setzten. Viele Opfer schafften es aus der Kellerbar über eine enge Treppe nicht rechtzeitig ins Freie. Es wird noch ermittelt, ob die Fluchtwege ausreichten.
Stadt will während der Fasnacht Kontrollen durchführen
In Basel geht es um die sogenannten Cliquenkeller. Cliquen heißen die Fasnachtsvereine, deren Räume an den drei Festtagen teils für Publikum zugänglich sind. In 90 Prozent der monierten Fälle sei schnell eine Lösung zur Beseitigung der Mängel gefunden worden, berichtete der Regierungsrat. Bei anderen müssten noch Maßnahmen umgesetzt oder Lösungen gefunden werden. Die Stadt will während der Fasnacht stichprobenweise kontrollieren.
Die Basler Fasnacht beginnt traditionell am Montag nach Aschermittwoch, also in diesem Jahr am 23. Februar, und dauert drei Tage.
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