Leipzig. Zwei Standards, zwei Tore, endlich wieder ein Sieg: RB Leipzig ist mit Verspätung erfolgreich ins neue Jahr gestartet und hat rechtzeitig vor dem Bundesliga-Hit gegen Bayern München seine kleine Ergebniskrise beendet. Die Sachsen bezwangen den SC Freiburg mit 2:0 (0:0) und feierten nach zwei Niederlagen nacheinander wieder einen Erfolg.
Vor nur 30.902 Zuschauern sorgte ein Doppelschlag binnen drei Minuten für die Entscheidung. Abwehrchef Willi Orban (53. Minute) köpfte Leipzig nach einem Freistoß in Führung. Mittelstürmer Romulo (56.) legte nach einer Ecke ebenfalls per Kopf nach. Leipzig festigte damit den dritten Platz hinter Spitzenreiter München und Verfolger Dortmund.
Comeback von Ouédraogo
Seinem Senkrechtstarter Yan Diomande gönnte Leipzigs Trainer Ole Werner noch etwas Ruhe. Der 19-Jährige, der erst am Sonntag per Privatjet vom Afrika Cup zurückgekehrt war, stand etwas überraschend nicht in der Startelf. Dafür gab Nationalspieler Assan Ouédraogo nach überstandener Knieverletzung sein Comeback, rückte auf die etwas ungewohnte Linksaußen-Position.
Freiburg musste kurzfristig auf Matthias Ginter verzichten, der Routinier fiel mit einem Infekt aus. Der umgebauten SC-Defensive merkte man das Fehlen von Ginter zunächst nicht an. Die Gäste verteidigten diszipliniert, machten die Räume eng und den Leipzigern in der Offensive das Leben enorm schwer.
Erste Hälfte: Gefahr nur durch Seiwald
Die erste Halbzeit war - wohlmeinend formuliert - ohnehin eher etwas für Taktikliebhaber. Wer ein Spektakel mit Chancen und Toren erwartet hatte, hatte sich das falsche Spiel ausgesucht. Bezeichnend: Nicolas Seiwald, bei Leipzig eigentlich mit der Priorität aufgestellt, das Spiel des Gegners zu zerstören, hatte die beiden besten Abschlüsse. Doch zweimal verhinderte SC-Keeper Noah Atubolu gegen den österreichischen Nationalspieler einen Rückstand und dessen erstes Bundesliga-Tor (31./41.).

Bei Leipzig fehlte offensiv oft die Genauigkeit, das aufgrund der Witterung ausgefallene Spiel beim FC St. Pauli am vergangenen Samstag machte sich zumindest in Bezug auf den Spielrhythmus bemerkbar. Also mussten Standard-Situationen her, auf die hatte Werner im Trainingscamp in Portugal besonderen Wert gelegt.
Ein Freistoß, eine Ecke, zwei Tore
David Raum erkämpfte an der Torauslinie einen Freistoß, brachte diesen persönlich präzise in den Fünfmeterraum. Dort setzte sich Orban durch und erzielte wuchtig per Kopf sein erstes Saisontor. Und plötzlich lief es in der RB-Offensive. Tidiam Gomis (55.) dribbelte sich auf der rechten Seite durch, seinen Abschluss klärte Atubolu zur Ecke. Auch diese trat Raum. Christoph Baumgartner scheiterte per Kopf an Atubolu, doch Romulo stand genau richtig und drückte den Ball aus wenigen Metern über die Linie.
Werner wollte, dass seine Mannschaft am Drücker blieb und brachte Diomande sowie Antonio Nusa auf den offensiven Außen. Letztgenannter Norweger bediente zugleich Baumgartner (67.) im Strafraum, doch dessen Schuss klatschte an den Pfosten. Und auch der nach seiner Einwechslung sehr auffällige Nusa scheiterte in der Schlussphase noch einmal selbst am Pfosten (80.).
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