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Kriminalität
Dachdecker wegen Schwarzarbeit mit Millionenschaden in Haft

Zoll - Symbolbild
Ein Dachdeckerunternehmer aus dem Raum Günzburg ist in Haft gekommen. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte
Ein Mann gründet in Bayern und Baden-Württemberg Firma um Firma und beschäftigt Schwarzarbeiter. Jahrelang haben die Ermittler ihn im Visier - bis jetzt.

Ulm/Günzburg. Weil er jahrelang Schwarzarbeiter beschäftigt und einen Schaden in Millionenhöhe verursacht haben soll, ist ein Dachdeckerunternehmer aus dem Kreis Günzburg in Untersuchungshaft genommen worden. Wie der Zoll mitteilte, soll dadurch ein Schaden von insgesamt 2,8 Millionen Euro entstanden sein.

Ermittler hatten den Mann nach eigenen Angaben bereits seit Jahren im Visier, sagte ein Zollsprecher. Der Beschuldigte soll in den vergangenen Jahren unter dem Namen von Strohleuten aus seiner Familie mehrere Scheinfirmen gegründet haben - an verschiedenen Orten sowohl in Bayern als auch in Baden-Württemberg, etwa im Raum Göppingen. Die Ermittler gehen davon aus, dass er den Geschäftsbetrieb selbst leitete. Dort soll er Arbeitnehmer beschäftigt, aber Sozialversicherungsbeiträge veruntreut und vorenthalten haben. Bevor die Behörden ihm auf die Schliche kamen und die Vorgänge nachvollziehen konnten, soll er die jeweiligen sogenannten Firmenhüllen wieder vom Markt genommen haben.

Im Rahmen eines bei der Staatsanwaltschaft Ulm anhängigen Ermittlungsverfahren vollstreckten Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Ulm in der vergangenen Woche einen Haftbefehl gegen den Mann.

© dpa-infocom, dpa:260210-930-666480/1