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DFB-Pokal
Dank Undav: VfB Stuttgart im Pokal weiter

SC Paderborn 07 - VfB Stuttgart
Paderborns Laurin Curda sah noch vor der Pause die Rote Karte. Foto: Swen Pförtner
SC Paderborn 07 - VfB Stuttgart
Paderborn und Stuttgart lieferten sich einen intensiven Pokalfight mit vielen Zweikämpfen. Foto: Swen Pförtner
SC Paderborn 07 - VfB Stuttgart
Deniz Undav blieb auch im DFB-Pokal wirkungslos. Foto: Swen Pförtner
SC Paderborn 07 - VfB Stuttgart
Torwart Markus Schubert hielt den SC Paderborn mit starken Paraden im Spiel. Foto: Swen Pförtner
Stuttgart sucht weiter seine Form. Auch im DFB-Pokal kann der Champions-League-Teilnehmer nicht überzeugen. Am Ende reicht es aber dennoch für einen Arbeitssieg gegen zehn Paderborner.

Paderborn. Der VfB Stuttgart hat den nächsten Tiefschlag nur mit sehr viel Mühe abwenden können. Die Schwaben erkämpften sich in der zweiten Runde des DFB-Pokals ein glanzloses 1:0 (0:0) beim lange dezimierten Erstliga-Aufsteiger SC Paderborn und können damit weiter auf die dritte erfolgreiche Pokal-Saison in Serie hoffen. 2025 holte der VfB den Titel, in der vergangenen Saison verlor er erst im Finale gegen Bayern München.

Vor 14.846 Zuschauern in der Paderborner Home Deluxe Arena erzielte Deniz Undav in der 90. Minute den Siegtreffer für die Stuttgarter, die in der Liga als Tabellen-15. den Erwartungen meilenweit hinterherhinken, gegen zehn Paderborner. Die Ostwestfalen spielten seit der 37. Minute in Unterzahl. Laurin Curda hatte die Rote Karte wegen groben Foulspiels gesehen. Immerhin in der Champions League und im DFB-Pokal sind die Stuttgarter aber auf Kurs.

Stuttgart tut sich schwer

Nach der schwachen Leistung beim 2:3 gegen Bundesliga-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach hatte VfB-Coach Sebastian Hoeneß eine deutliche Steigerung seines Teams gefordert. Man werde «gewaltig draufpacken müssen», hatte der Stuttgarter Trainer angesichts von bereits fünf Liga-Niederlagen in sieben Spielen gesagt. «Ärmel hochkrempeln, nach vorn schauen und in den Kampfmodus gehen», hieß das Motto von Hoeneß.

Um das zu unterstreichen, nahm der VfB-Coach gleich sechs Änderungen in seiner Startelf vor. Und doch wirkte es zunächst so, als hätten die Schwaben den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Zu Beginn bestimmte der Aufsteiger aus Ostwestfalen das Geschehen und hatte durch Marvin Pieringer (4.) und Clemens Lippmann (7.) früh zwei gute Gelegenheiten.

Dumme Rote Karte für Paderborn

Die Paderborner nahmen anfangs den Schwung aus dem 1:0 gegen den HSV am Samstag mit. Trainer Ralf Kettemann hatte überraschend die ganz große Rotation angeworfen und gleich acht frische Spieler gebracht. Einer, der in der Anfangself verblieb, war Curda - doch der leistete seinem Team einen Bärendienst. Völlig unnötig grätschte er nach 36 MinutenStuttgarts Bilal El Khannouss an der Seitenlinie von hinten in die Beine und sah zu Recht von Schiedsrichter Florian Badstübner die Rote Karte.

Der VfB nutzte die Überzahl fast noch vor der Pause. Maximilian Mittelstädt traf aus 20 Metern aber nur die Latte. Ansonsten tat sich der Champions-League-Teilnehmer aber auch mit einem Spieler mehr sehr schwer. 

Demirovic vergibt Großchancen

Ermedin Demirovic hätte den VfB nach der Pause aber erlösen können, scheiterte jedoch zweimal völlig allein vor dem Paderborner Tor am stark reagierenden Markus Schubert im Tor der Gastgeber (66., 68.). Die Ostwestfalen verteidigten leidenschaftlich, sorgten aber kaum noch für Entlastung. Das rächte sich, als Undav spät traf.

© dpa-infocom, dpa:261028-930-908667/1