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Fußball-Bundesliga
Dinkci-Freundin erkrankt: Werder hilft bei Kampf gegen Krebs

Eren Dinkci vom 1. FC Heidenheim
Früher bei Werder, jetzt in Heidenheim: Fußball-Profi Eren Dinkci. Seine Freundin ist an Leukämie erkrankt. Foto: Tom Weller
Fußball-Profi Eren Dinkci kommt aus Bremen und hat lange für Werder gespielt. Nach einem privaten Schicksalsschlag bekommt er nun Unterstützung von seinem Heimatverein.

Bremen. Werder Bremen wird das vorletzte Heimspiel dieser Bundesliga-Saison mit einer Unterstützungsaktion für Blutkrebs-Patienten begleiten. Hintergrund ist, dass die Lebensgefährtin des gebürtigen Bremers und langjährigen Werder-Spielers Eren Dinkci (1. FC Heidenheim) an Leukämie erkrankt ist. Jeder Besucher des Werder-Spiels gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) kann sich am Weserstadion als möglicher Stammzellen-Spender registrieren lassen.

Sportlich könnten die Bremer schon an diesem drittletzten Bundesliga-Spieltag den Klassenerhalt perfekt machen. Voraussetzung dafür ist, dass das eigene Heimspiel gegen Augsburg gewonnen wird und der Tabellen-16. FC St. Pauli am Sonntag nicht den FSV Mainz 05 schlägt. Sollten sowohl St. Pauli als auch der VfL Wolfsburg an diesem Wochenende verlieren, würde Werder sogar schon ein Unentschieden zur vorzeitigen Rettung reichen.

«Abgerechnet wird zum Schluss. Natürlich würde ich mir wünschen, dass sich am Wochenende vieles zu unseren Gunsten erledigen kann. Aber das verbietet sich aktuell noch», sagte Trainer Daniel Thioune in aller Zurückhaltung.

Thioune: «Abstiegsgespenst auf die Bretter schicken»

Der Werder-Coach erinnerte aber noch einmal daran, dass er die Bremer Anfang Februar in einer deutlich schwierigeren Situation übernommen hatte und den aktuellen Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz für eine sehr gute Ausgangsposition hält. «Wir haben das Ganze ein wenig als Boxkampf deklariert», sagte Thioune über den Abstiegskampf. 

Vor acht Spieltagen sei man «ganz schön auf die Bretter geschickt worden auf St. Pauli. Viele haben gedacht, dass wir nicht mehr wiederkommen und wir so in einer Abwärtsspirale stecken, dass es Richtung Zweite Liga gehen könnte. Das hat uns eher angetrieben und die Sache in Ruhe analysieren lassen. Das hat dazu geführt, dass wir jetzt auf einem aus meiner Sicht guten Tabellenplatz stehen. Es wäre cool, wenn wir das Abstiegsgespenst final auf die Bretter schicken könnten.»

© dpa-infocom, dpa:260430-930-16320/1