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„Forderung zur Unzeit“
Scharfe Kritik der IHK an Ludwigsburgs Steuerplänen

IHK-Geschäftsführerin Sigrid Zimmerling und Bezirkskammerpräsident Axel Kunkel üben scharfe Kritik an Ludwigsburgs Steuerplänen.
IHK-Geschäftsführerin Sigrid Zimmerling und Bezirkskammerpräsident Axel Kunkel üben scharfe Kritik an Ludwigsburgs Steuerplänen. Foto: Ramona Theiss
Die IHK Ludwigsburg reagiert auf den Vorschlag von Ludwigsburgs Oberbürgermeister Knecht, die Gewerbesteuer zu erhöhen. Das sei ein „Schlag ins Genick“.

Ludwigsburg. Die IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg richtet sich offen an alle Fraktionen im Ludwigsburger Gemeinderat. Hintergrund sind die angekündigten Erhöhungen der Gewerbesteuer auf einen Hebesatz von 420 Prozent, rückwirkend zum 1. Januar 2026.

Aus Sicht der heimischen Wirtschaft komme diese Forderung der Stadt Ludwigsburg zur Unzeit und sei in der aktuellen Krisensituation ein falsches Signal zur falschen Zeit, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Die Unternehmen stehen mit dem Rücken zur Wand. Die Spielräume sind nicht vorhanden. In dieser Lage die Belastungen weiter und rückwirkend zu erhöhen, wäre ein Schlag ins Genick für unsere hiesige Wirtschaft“, so Bezirkskammerpräsident Axel Kunkel.

Die Unternehmen kämpfen mit einem enormen Kostendruck. Schon weit vor dem Iran-Krieg war die Situation mehr als angespannt.

„Wenn die Kommunen der Ansicht sind, dass ihre finanzielle Ausstattung landesseitig nicht auskömmlich ist, sind sie gefordert, dort ihre Interessen zu vertreten. Wer in Ludwigsburg investieren soll, braucht Verlässlichkeit und Planbarkeit anstatt nachträglicher Mehrbelastung“, ergänzt die Leitende Geschäftsführerin, Sigrid Zimmerling.