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Ab Mitte Dezember
Fahrplanwechsel: Das ändert sich bei der Bahn im Südwesten

Deutsche Bahn
Deutsche Bahn: Änderungen zum Fahrplanwechsel. (Symbolbild) Foto: Christoph Schmidt
Berlin, Paris, Wien oder die Ostseeküste: Mit dem Fahrplanwechsel bekommen die Menschen in Baden-Württemberg auf manchen Strecken mehr oder ganz neue Verbindungen. Es gibt aber auch Einschränkungen.

Stuttgart. Die Deutsche Bahn hat Details zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember bekanntgegeben. Der Fahrplan 2027 tritt demnach am 13. Dezember in Kraft und bietet neue Verbindungen und mehr Fahrten ins Ausland. Die Preise bleiben stabil und Tickets sind ab Mittwoch (14. Oktober) erhältlich, wie die Bahn mitteilte. 

Das sollten die Menschen in Baden-Württemberg über den neuen Fahrplan wissen: 

Mehr ICE-Sprinter von Stuttgart nach Berlin 

Künftig fahren mehr ICE-Sprinter von Stuttgart nach Berlin. Die Fahrzeit beträgt laut Bahn rund vier Stunden und 45 Minuten. Der Zug hält dabei lediglich in Nürnberg. Zum bisherigen Sprinter-Angebot von Stuttgart (Abfahrt 7.03 Uhr) kommen Verbindungen um 11.03 Uhr und 15.03 hinzu. Aus Berlin kommen die Sprinter wiederum um 12.59 Uhr, 16.58 Uhr und 20.57 Uhr am Stuttgarter Hauptbahnhof an. 

Weiterhin bestehen laut Bahn zweistündlich Verbindungen zwischen Stuttgart und Berlin mit Umstieg in Nürnberg und einer Fahrzeit von fünf Stunden und 15 Minuten. Diese halten zum Beispiel auch in Schwäbisch Gmünd, Aalen, Ellwangen und Crailsheim. 

Mehr Verbindungen nach Paris 

Gemeinsam mit der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF schafft die Deutsche Bahn für Stuttgart eine sechste beziehungsweise für Karlsruhe eine neunte Direktverbindung über Straßburg nach und von Paris. Neu sei ein täglicher TGV von Stuttgart (Abfahrt 16.53 Uhr) über Karlsruhe (17.35 Uhr) nach Paris (Ankunft 20.06 Uhr). 

Außer samstags fahre zudem in die Gegenrichtung ein ICE beziehungsweise TGV aus Paris (Abfahrt 19.54 Uhr) nach Karlsruhe (22.23 Uhr) und Stuttgart (23.04 Uhr). Neu sei samstags - und damit täglich - ein TGV, der um 15.55 Uhr in Paris startet und über Stuttgart (19.05 Uhr) und Ulm (20.09 Uhr) nach München fährt. 

Besserer ICE-Takt für Baden-Baden und Offenburg 

In Baden-Baden halten durch die Inbetriebnahme des Rastatter Tunnels künftig täglich mehr als 40 statt aktuell 27 ICE-Züge. Damit bekomme Baden-Baden jeweils zweistündlich Direktverbindungen via Rhein/Ruhr nach Hamburg beziehungsweise über Frankfurt nach Berlin. 

Auch in Offenburg halten diese ICE-Züge und ermöglichen dort wieder den bis Ende 2025 bestehenden ICE-Stundentakt. 

Nachts direkt mit dem ICE von Stuttgart nach Wien 

Nach einer Pause von eineinhalb Jahren gibt es wieder eine ICE-Verbindung über Nacht von Stuttgart über München in die österreichische Hauptstadt Wien. Abfahrt ist in Stuttgart um 22.32 Uhr. In Ulm können die Menschen um 23.37 Uhr losfahren. Ankunft in München ist um 0.51 Uhr, in Linz um 4.30 Uhr und in Wien um 6.05 Uhr. 

In die Gegenrichtung fährt der ICE um 21.57 Uhr in Wien los. Dieser erreicht Stuttgart frühmorgens um 4.54 Uhr. 

Neue ICE-Verbindungen nach Hamburg, Ostwestfalen und zur Ostsee

Neu ist zum Beispiel auch der ICE ab Stuttgart (16.02 Uhr) über Heidelberg und Weinheim nach Hannover (Ankunft 20.17 Uhr) und Hamburg (21.37 Uhr). Andersherum geht es dann neu von Hamburg um 0.06 Uhr nach Mannheim (7.57 Uhr) und Stuttgart (8.38 Uhr). 

Von Freiburg (Abfahrt 17.55 Uhr) fährt wieder ein ICE über Köln hinaus zum Beispiel nach Düsseldorf (Ankunft 21.32 Uhr) und Bielefeld (23.18 Uhr). 

Mit einer Direktverbindung sind Reisende ab Ulm, Stuttgart oder Mannheim dann auch wieder täglich an die Mecklenburgische Seenplatte und die Ostseeküste angeschlossen. Abfahrt in Stuttgart ist beispielsweise um 10.49 Uhr. Der ICE erreicht Waren an der Müritz um 17.56 Uhr, später Rostock und schließlich Warnemünde um 19.02 Uhr. In die Gegenrichtung startet der Zug um 10.53 Uhr in Warnemünde und erreicht zum Beispiel Stuttgart um 19.11 Uhr. 

Einschränkungen durch Baumaßnahmen 

Wegen Baumaßnahmen seien auch 2027 laut Deutscher Bahn «immer wieder temporär veränderte Ziele, längere Fahrzeiten und reduzierte Verbindungen nicht zu vermeiden». Für die größten Baustellen sei das veränderte Angebot zum Buchungsstart bereits in der Fahrplanauskunft berücksichtigt. Die Bahn wolle die Angebotseinschränkungen durch Ersatzkonzepte bestmöglich minimieren.

© dpa-infocom, dpa:261013-930-830595/1