Freiburg. Abwehrspieler Philipp Treu vom SC Freiburg rechnet sich perspektivisch durchaus Chancen auf den Sprung in die deutsche Fußball-Nationalelf aus. «Wir haben jedenfalls auf der Außenverteidigerposition nicht allzu viel Auswahl in Deutschland, verglichen mit der Innenverteidigung, der Offensive oder dem zentralen Mittelfeld», sagte der 25-Jährige dem «Kicker».
«Ich weiß, dass mir bis zur Nationalmannschaft noch ein Stück fehlt, ich bin erst im zweiten Bundesliga-Jahr und war nie ein Überspieler, wie jetzt Lennart Karl oder Said El Mala», erklärte Treu. «Aber wenn ich Spieler wie Robert Andrich, Pascal Groß oder Tim Kleindienst sehe, zeigt es mir, dass es auch in späteren Karrierejahren noch möglich ist, Nationalspieler zu werden.» Er wolle sich beim SC weiter entwickeln und sei «überzeugt, dass ich es irgendwann noch schaffen kann, einen Anruf vom Bundestrainer zu kriegen», so Treu weiter.
Highlights in den Pokalwettbewerben
Der Defensivmann war im vergangenen Sommer vom FC St. Pauli nach Freiburg zurückgekehrt. Nach holprigem Start hat er sich auf der rechten Seite etabliert und in dieser Saison nun schon 35 Pflichtspiele für den badischen Bundesligisten bestritten. In der Liga sind die Freiburger Achter, in der Europa League treffen sie im Viertelfinale auf den spanischen Club Celta Vigo, im DFB-Pokal in der Vorschlussrunde auf Titelverteidiger VfB Stuttgart.
«Mein Ziel ist es schon, das eine oder andere Finale zu erreichen», sagte Treu selbstbewusst vor dem Saisonendspurt. «Es stehen absolute Highlights an für uns. Gerade auch dieses Halbfinale in Stuttgart.» Die Schwaben würden einen «Wahnsinns-Fußball» spielen. Ihre vielen Nominierungen für die Nationalelf seien aber auch «ein Ansporn zu sagen: Hey, von uns war jetzt keiner beim Nationalteam, jetzt zeigen wir's denen auf dem Platz.»
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