Stuttgart. Pendler und Schüler müssen sich zum Wochenstart bei einigen Busbetrieben der SWEG (Südwestdeutschen Landesverkehrs GmbH) wieder auf starke Einschränkungen einstellen. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sind Arbeitsniederlegungen von Montag bis Mittwoch in Wiesloch und Sinsheim geplant sowie Montag und Dienstag in Dörzbach und Lauda. Es ist bereits der fünfte Ausstand in der laufenden Tarifrunde.
Die SWEG kritisierte den Streikaufruf als unverhältnismäßig. In den Verkehrsgebieten im Rhein-Neckar-Kreis und Landkreis Heilbronn (Montag bis Mittwoch) und im Main-Tauber-Kreis und Hohenlohekreis (Montag und Dienstag) sei mit erheblichen Fahrtausfällen im Busverkehr der SWEG Bus GmbH zu rechnen.
SWEG ist ein Landesunternehmen
Der Verdi-Landesfachbereichsleiter für den Verkehr, Jan Bleckert sagte, es sei bitter enttäuschend, dass ein landeseigenes Unternehmen nicht einmal bereit sei, über den Schutz von Fahrerinnen und Fahrern bei betriebsbedingten Kündigungen nach Neuausschreibungen zu sprechen. Als einen weiteren Grund für den erneuten Warnstreik bei den Busfahrern nannte die Gewerkschaft die stockenden Tarifverhandlungen. Bundesweit werde über höhere Entgelte im Eisenbahntarifvertrag verhandelt.
Die SWEG ist ein landeseigenes Verkehrsunternehmen mit Sitz in Lahr im Schwarzwald, das 1971 aus dem Zusammenschluss mehrerer südwestdeutscher Nebenbahn- und Busgesellschaften hervorging. Heute betreibt die mehrheitlich im Eigentum des Landes Baden-Württemberg stehende SWEG sowohl Schienen- als auch Busverkehr.
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