Auggen. Eine kleine Winzergemeinde im Markgräflerland hat unerwartet ein Millionenerbe vermacht bekommen. Ein 83-Jähriger, der Anfang des Jahres starb, hatte die Gemeinde Auggen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) in seinem Testament als Alleinerbin hinterlegt, wie es von Bürgermeister Ulli Waldkirch hieß.
Das Barvermögen beläuft sich demnach auf rund 1,8 Millionen Euro, dazu kommt ein knapp 900 Quadratmeter großes Baugrundstück im Wert von 449.000 Euro. Zuvor hatte die «Badische Zeitung» berichtet.
«Wir waren sehr überrascht, da wir keine Vorahnung hatten», sagte Waldkirch. Das handschriftlich verfasste und privat hinterlegte Testament sei vom Nachlassgericht und von einem Notariat geprüft und für rechtsgültig befunden worden. Der Erbschein wurde demnach Mitte Juni ausgestellt.
Das Geld soll Waldkirch zufolge der gesamten Gemeinde zugutekommen. Unmittelbar könne der Ergänzungsneubau der Grundschule davon profitieren, etwa bei Ausstattung und Spielplatzgestaltung. Für die nächsten 10 bis 15 Jahre sei ein kommunaler Fonds geplant, aus dem Projekte des Gemeindeentwicklungskonzepts finanziert werden sollen.
Langfristig schwebe Waldkirch eine Bürgerstiftung vor, die Auggen dauerhaft fördern soll – mit dem Ziel, bereits im ersten Jahr eine spürbare Ausschüttung zu ermöglichen.
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