Stuttgart. Der Duft von Zimt und Nelken liegt bald wieder in der Luft, die Weihnachtsmärkte im Südwesten öffnen ihre Buden. Für viele gehört ein Glühwein zum Bummel dazu. Doch wie tief müssen Besucher dafür in diesem Jahr in die Tasche greifen? Die Preise bleiben relativ stabil, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben hat. Einen vollständigen Überblick gibt es allerdings nicht: Viele Veranstalter kennen die Preise der einzelnen Beschicker nicht.
Wo kostet der Glühwein wie viel?
In Stuttgart beginnt der Preis für eine Tasse mit 0,2 Litern laut Stadt bei 3,50 Euro. Die meisten Händler verlangten aber zwischen 4 und 4,50 Euro, Winzerglühwein sei etwas teurer. Damit liegen die Preise nach Angaben der Veranstaltungsgesellschaft in Stuttgart auf dem Niveau des Vorjahres.
Das Pfand beträgt drei Euro für Tassen und fünf Euro für Stielgläser. Die Standgebühren haben sich allerdings je nach Stand um etwa fünf bis 15 Prozent erhöht. Die Zahl der Stände stieg demnach leicht von 193 auf 196.
Auch am Bodensee bleiben Preise stabil
Auch in Konstanz am Bodensee bleiben die Preise stabil. Eine Tasse mit 0,2 Litern kostet zwischen 4,50 und 5 Euro, wie der Veranstalter des Weihnachtsmarkts am See mitteilte. Das Pfand beträgt zwei Euro. Auch die Preise für andere Klassiker ändern sich nicht: Eine Bratwurst kostet fünf Euro, gebrannte Mandeln ebenso. Der Markt zählt wie im Vorjahr 170 Stände.
In Mannheim zahlen Besucher ebenfalls nicht mehr als im vergangenen Jahr. Auf dem Weihnachtsmarkt am Wasserturm kostet Glühwein je nach Sorte und Anbieter zwischen vier und fünf Euro, wie die Stadt mitteilte. Für eine klassische Glühweintasse werden drei Euro Pfand fällig, für größere Gläser fünf Euro. Die traditionelle Sammeltasse können Besucher für fünf Euro kaufen.
Glühwein soll bezahlbar bleiben
In Ravensburg bewegen sich die Preise auf dem Christkindlesmarkt nach Angaben eines Sprechers zwischen 4 und 4,50 Euro. Sie sollen damit auf Vorjahresniveau bleiben. Allerdings hat die Kommune keinen Einfluss auf die Preisgestaltung der einzelnen Beschicker. Änderungen seien deshalb noch möglich.
An den Ständen von «Round Table» und «Old Tablers» in Ravensburg steht der Preis aber bereits fest: Dort kostet der Glühwein weiterhin vier Euro. Die Einnahmen kommen sozialen Projekten in der Region zugute. «Trotz gestiegener Kosten möchten wir an dem Preis festhalten», sagte Organisator Yannick Müller. Möglichst viele Besucherinnen und Besucher wolle man einen Glühwein für den guten Zweck ermöglichen.

In Aalen wollen die Standbetreiber ebenfalls an ihren Preisen festhalten. Auf dem Reichsstädter Advent soll eine Tasse Glühwein wie im Vorjahr 4,50 Euro kosten. Die Stadt rechnet mit knapp 50.000 Besuchern, etwas mehr als im Vorjahr.
In Heidelberg kostet ein klassischer Glühwein mit 0,2 Litern in diesem Jahr vier Euro. Langfristig werde es schwieriger, die Preise stabil zu halten, hieß es von der Stadt. «Inwieweit uns dies auch in den kommenden Jahren gelingt, lässt sich derzeit noch nicht absehen.» Das Pfand für die jährlich wechselnde Heidelberger Sammlertasse beträgt ebenfalls vier Euro.
In Heilbronn bewegen sich die Glühweinpreise nach Angaben der Heilbronn Marketing GmbH wie in den Vorjahren zwischen vier und sechs Euro. Der obere Preis gilt für Glühwein mit Schuss. Das Pfand pro Tasse beträgt zwei Euro. Der Käthchen-Weihnachtsmarkt umfasst voraussichtlich rund 70 Stände und Attraktionen. Für 2025 wurden rund eine Million Besucher gezählt, für dieses Jahr wird eine ähnlich hohe Resonanz erwartet.
Nicht überall stehen die Preise schon fest
In Freiburg werden die Preise ausschließlich von den jeweiligen Beschickern festgelegt. Eine zentrale Erhebung gibt es nicht. Im vergangenen Jahr kostete eine Tasse Glühwein auf dem Markt zwischen vier und fünf Euro. Auch in diesem Jahr kann die Freiburger Wirtschaft Touristik und Messe daher keine verlässliche Preisspanne nennen. 2025 kamen rund 1,54 Millionen Menschen auf den Markt.

Auch in Offenburg stehen die Preise noch nicht fest. In Karlsruhe legen die Beschicker ihre Preise ebenfalls selbst fest. Eine vollständige Übersicht gibt es nicht. Im vergangenen Jahr kostete eine Tasse Glühwein dort zwischen vier und fünf Euro.
Ohne Bargeld geht es nach wie vor nicht
Wer bargeldlos bezahlen möchte, sollte sich nicht darauf verlassen, dass dies an jedem Stand möglich ist. In Stuttgart, Freiburg und Heilbronn entscheiden die Beschicker selbst über die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten. Auch in Konstanz ist Kartenzahlung keine Pflicht, aber an den meisten Ständen möglich.
Die ersten Weihnachts- und Adventsmärkte in Baden-Württemberg öffnen bereits in den nächsten Wochen. Die großen Weihnachtsmärkte in den Innenstädten beginnen überwiegend in der zweiten Novemberhälfte: Freiburg startet am 19. November, Karlsruhe und Mannheim am 23. November, Stuttgart am 25. November.
Weihnachtsmärkte an ungewöhnlichen Orten gibt es auch in diesem Jahr: In der Ravennaschlucht im Schwarzwald stehen die Buden unter dem beleuchteten Eisenbahnviadukt. In Ulm geht es am 18. und 19. Dezember hoch hinaus: Auf der ersten Plattform des Münsterturms in rund 70 Metern Höhe entsteht ein Mini-Weihnachtsmarkt mit sieben Ständen. Glühwein gibt es allerdings nicht - wegen der Höhe und einer engen Wendeltreppe.
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