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Fußball-Bundesliga
Hoffenheim ohne Lemperle in Köln - TSG will nachlegen

TSG 1899 Hoffenheim
Die TSG Hoffenheim will auch in Köln feiern (Archivbild). Foto: Uwe Anspach
Der Ex-Kölner Tim Lemperle wird nicht rechtzeitig fit. Doch auch ohne den Stürmer will die TSG Hoffenheim beim 1. FC Köln ihre starke Form unter Beweis stellen.

Sinsheim. Tim Lemperle bleibt die kurzfristige Rückkehr zu seinem Ex-Club 1. FC Köln verwehrt. Der an einer Sprunggelenkverletzung laborierende Stürmer der TSG 1899 Hoffenheim wird für das Bundesliga-Match am Samstag (15.30 Uhr/DAZN) nicht rechtzeitig fit. «Bei ihm geht es sich leider nicht aus. Das tut mir für ihn persönlich leid», sagte TSG-Coach Christian Ilzer. Für Lemperle sei dies mit vielen Emotionen verbunden und ein Ort, an den er viele schöne Erinnerungen habe. «Er hätte unglaublich gerne gespielt. Aber das kommt noch zu früh», betonte Ilzer. 

Mit einem weiteren Erfolg wollen sich Lemperles Mannschaftskollegen ihre gute Ausgangslage für eine Champions-League-Qualifikation bewahren. Unter Druck setzen lassen sich die Kraichgauer, die aktuell vom Jäger zum Gejagten wurden, aber nicht. Als Österreicher habe er sehr gute Erfahrungen mit Hochleistungsgipfelstürmen, betonte Ilzer. «Nur der unerfahrene Bergsteiger schaut schon auf das Gipfelkreuz. Er hat die Vision im Kopf, aber er konzentriert sich, einen Schritt nach dem anderen zu setzen», sagte der 48-Jährige. 

Ilzer erwartet große Herausforderung

Er betonte, dass sich daher auch nichts an der Ansprache geändert hat. Die Mannschaft sei in einem Prozess drin, wo «wir weiter gierig nach Entwicklung und hungrig nach Erfolgen sein müssen». Die Verfolger um einen Top-4-Platz in der Bundesliga hat er dabei zwar im Blick, schenkt diesen aber nicht seine Aufmerksamkeit und bemüht erneut den Vergleich zum Bergsteigen. «Zu viel nach hinten zu schauen, ist auch nicht gut. Wenn du zu hoch bist, wird dir leicht schwindlig», sagte er. Sein Zugang sei es, entschlossen und mutig genug zu sein. 

Hoffenheims nächster Schritt ist nun die «große Herausforderung» Köln. Ilzer erwartet «eine spannende, hochinteressante Aufgabe» in einem Spiel, in dem er die Chancen als ausgeglichen sieht. «In Köln auswärts gibt es keinen Favoriten. Es gilt, diese Emotionalität dort mit Klarheit in den Griff zu bekommen. Wir wollen dort hinfahren, um zu bestehen und um zu überzeugen. Dafür müssen wir bereit sein», betonte der Coach. 

Bernardo und Akpoguma zurück

Personell hat er dabei wieder mehr Optionen. Bernardo kehrte unter der Woche ebenso ins Training zurück, wie auch Cole Campbell. Auch Kevin Akpoguma ist nach seiner Sperre wieder im Kader. Nach dem überzeugenden Auftritt zuletzt gibt es für Ilzer allerdings keinen Grund, seine Startformation zu ändern. Einzig Alexander Prass könnte in einer defensiveren Variante vorn Bazoumana Touré ersetzen.

© dpa-infocom, dpa:260220-930-712455/1