Karlsruhe. Die Transfer-Spekulationen um den von Eintracht Frankfurt umworbenen KSC-Jungstar Louey Ben Farhat nerven Karlsruhes Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann. «Wenn man die sozialen Medien verfolgt, ist Louey ja schon viermal gewechselt diese Transferperiode. Da würde ich manchmal den Leuten empfehlen, lieber wieder öfter normale Zeitungen zu lesen und so die Entwicklung zu verfolgen», sagte der Sportchef des Fußball-Zweitligisten auf der Pressekonferenz vor dem Liga-Auftakt gegen Arminia Bielefeld (Samstag, 13.00 Uhr/Sky).
Die Frankfurter sollen sechs Millionen Euro Ablöse für den 20 Jahre alten Offensivspieler geboten haben, berichteten zuletzt die «Badischen Neuesten Nachrichten». Der KSC, der im vergangenen Sommer langfristig mit Ben Farhat verlängert hatte, fordert offenbar deutlich mehr. Man werde zwar mit Vereinen wegen eines Wechsels sprechen, sagte Eggimann: «Wir haben uns aber ganz klar positioniert, dass es einen Preis hat.»
Eggimann: Jederzeit gesprächsbereit
Inzwischen sollen auch Clubs aus England und Frankreich an einer Verpflichtung Ben Farhats interessiert sein. Man werde sich «nicht irgendwie unter Druck setzen lassen, auch nicht von der Öffentlichkeit oder medialen Spielchen», sagte Eggimann. «Wenn ein Verein wirklich sehr konkret Interesse hat und dem Spieler gegenüber und uns gegenüber da auch respektvoll umgeht, sind wir immer bereit zu sprechen.»
Laut Eggimann könnte Ben Farhat gegen Bielefeld zum KSC-Kader gehören. Ein möglicher Einsatz entscheide sich allerdings kurzfristig, betonte der neue Trainer Maximilian Senft. Nach einer Zahn-OP war Ben Farhat, der in dieser Woche erstmals wieder alle Einheiten komplett mitmachen konnte, über weite Strecken der Vorbereitung ausgefallen.
© dpa-infocom, dpa:260806-930-493917/1
