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2. Fußball-Bundesliga
KSC-Topscorer Wanitzek: «Das macht etwas mit einem»

Karlsruher SC - Darmstadt 98
Alles Kopfsache: Karlsruhes Marvin Wanitzek (l) war der überragende Spieler gegen Darmstadt. Foto: Uli Deck
Karlsruher SC - Darmstadt 98
So sieht Erleichterung aus: Kevin Wiethaup feiert mit dem KSC einen deutlichen Sieg. Foto: Uli Deck
Ein Tor, zwei Vorlagen – Marvin Wanitzek ist beim KSC-Sieg gegen Darmstadt einmal mehr die prägende Figur. Nach dem 4:0 spricht der Kapitän über die bisher schwierige Saison der Karlsruher.

Karlsruhe. Beim Karlsruher SC und Marvin Wanitzek ist die Erleichterung nach dem vorläufigen Ende der Krise groß. «Es war schon enorm wichtig heute, die drei Punkte zu holen», sagte der Kapitän nach dem überzeugenden 4:0 (2:0) in der 2. Fußball-Bundesliga gegen Darmstadt 98. «Es ist logisch, dass bei den Spielern und auch bei uns nach den letzten Wochen eine große Erleichterung da ist», ergänzte Trainer Maximilian Senft.

Für die Karlsruher war es nach zuvor drei Niederlagen in Serie der zweite Saisonsieg. Der Sprung aus der Abstiegszone heraus auf Rang 13 mit nun acht Punkten gelang auch dank der starken Leistung von Wanitzek, der ein Tor selbst erzielte und zwei weitere vorbereitete. «Im Endeffekt hätte ich heute den Sieg auch unterschrieben ohne irgendwelche Scorer», sagte der 33 Jahre alte Profi bescheiden.

Wanitzek: «Es braucht keinen Arschtritt»

Shio Fukuda, Christoph Kobald und Neuzugang Kevin Wiethaup, für den es das erste Profi-Tor war, hießen die weiteren KSC-Torschützen. Auch defensiv standen die Badener diesmal weitgehend stabil, präsentierten sich stark in den Zweikämpfen. Besondere Ansagen habe es aber nicht gegeben, antwortete Wanitzek auf eine entsprechende Frage: «Es war eine normale Trainingswoche wie jede andere. Die Jungs sind alle intakt. Es braucht keinen Arschtritt, auf Deutsch gesagt.»

Der gebürtige Bruchsaler gab aber auch zu, dass die Anspannung vor dem Spiel diesmal größer gewesen sei als üblich. Freitags die zweite Liga zu verfolgen und dabei auf den letzten Tabellenplatz abzurutschen, sei nicht so schön, erklärte er. «Das macht auch etwas mit einem», beschrieb der Spielmacher die missliche Lage vor der Darmstadt-Partie. 

Offenbar wussten auch die KSC-Fans unter den 27.823 Zuschauern um die Brisanz. Der Vorsänger hatte die Mannschaft schon vor der Partie mit einer Ansprache vor der Fankurve heiß gemacht. Spätestens da sei klar gewesen, «dass es heute nur einen Sieger geben wird», sagte Wanitzek und lobte den Anhang: «Die lassen alles auf den Rängen, damit wir am Ende versuchen, alles auf dem Platz zu lassen.»

© dpa-infocom, dpa:261019-930-859559/1