Stuttgart. Der ehemalige CDU-Bundeschef Armin Laschet wertet das Wahlergebnis seines Nachfolgers Friedrich Merz als große Rückendeckung für die künftige Regierungsarbeit. «Das ist ein grandioses Ergebnis, über 90 Prozent in einer geheimen Wahl, in einer schwierigen Phase auch der Reformen der Bundesregierung», sagte der frühere nordrhein-westfälische Ministerpräsident der Deutschen Presse-Agentur beim Bundesparteitag der CDU in Stuttgart.
Das Wahlergebnis sei Rückendeckung für alles, was Merz nun mache - in der Bundesregierung, in der Koalition mit der SPD, bei den anstehenden Reformen, in der klaren Abgrenzung zur AfD, in der internationalen Politik. «Das ist einfach klar, deutlich und stark.»
Auch Philipp Amthor, Parlamentarischer Staatssekretär im Digitalministerium, sprach von einem sehr starken Ergebnis. «Ich hatte mir das so gewünscht, ich habe das auch den ganzen Tag gehofft, aber man weiß es dann ja doch nie genau», sagte er der dpa. Die Stimmung auf dem Parteitag habe gezeigt, dass die Partei hinter Merz stehe - das sei ermutigend, auch für die Reformagenda der Bundesregierung. «Ein Parteivorsitzender mit Rückenwind ist immer gut für eine stabile Regierung.» Das Ergebnis sei ein «Beleg einer Geschlossenheit».
Der Kanzler erhielt in Stuttgart bei seiner zweiten Wiederwahl als Parteichef 91,17 Prozent der Stimmen und damit 1,4 Prozentpunkte mehr als bei der jüngsten Wahl vor zwei Jahren (89,8). Bei seiner ersten Wahl 2022 erreichte er allerdings mit 95,3 Prozent ein besseres Ergebnis. Laschet hatte 2021 bei der Wahl zum Parteichef per Briefwahl 83,35 Prozent der Stimmen bekommen. Die CDU wertet anders als andere Parteien Enthaltungen nicht.
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