Konstanz. Nach dem Fund einer Frauenleiche im Bodensee sind noch viele Fragen offen. Der Schwerpunkt der Ermittlungen liege derzeit bei der Identifizierung der Leiche, sagte eine Polizeisprecherin. Dazu würden die Vermisstenmeldungen geprüft. Über eine mögliche Obduktion könnte im Laufe des Tages entschieden werden.
Die Ermittler müssen auch klären, ob es sich bei der Leiche um eine Frau handelt, die laut einer Zeugenaussage am Sonntag auf einer Bodensee-Fähre über Bord gegangen sein soll. Ein Mann hatte nach Angaben der Wasserschutzpolizei beobachtet, wie eine Frau an der Reling stand. Als er sich kurz abgewandt habe, habe er ein Klatschen gehört und angenommen, dass die Frau ins Wasser gefallen sei.
Die Fähre war auf der Überfahrt von Meersburg (Bodenseekreis) nach Konstanz und setzte nach der Beobachtung des Mannes einen Notruf ab. Eine große Suchaktion in der Nacht blieb erfolglos. Die Leiche der Frau wurde erst Stunden später am Montagmittag am Schweizer Bodenseeufer in Güttingen unweit von Konstanz aus dem Wasser gezogen. Ob der Notruf und der Leichenfund zusammenhingen, sei weiter unklar, sagte die Polizeisprecherin.
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