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Land fördert Bau von Rückhaltebecken im Scheffzental
Fast eine Million Euro Zuschuss für Hochwasserschutz im Strohgäu

So sah es nach dem verheerenden Hochwasser Anfang Juli 2010 im Ditzinger Kindergarten Hohenstaufenstraße aus. Der Aufbau von Hochwasserrückhaltebecken soll solche Bilder künftig verhindern.
So sah es nach dem verheerenden Hochwasser Anfang Juli 2010 im Ditzinger Kindergarten Hohenstaufenstraße aus. Der Aufbau von Hochwasserrückhaltebecken soll solche Bilder künftig verhindern. Foto: Holm Wolschendorf
Den Schutz vor Hochwasser im Scheffzental fördert das Land mit 904.000 Euro. Mit dem Geld wird der Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken unterstützt.

Ditzingen. Regierungspräsidentin Susanne Bay erklärte dazu: „Starkregen und Hochwasser stellen viele Kommunen vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig in wirksame Schutzmaßnahmen zu investieren. Der Hochwasserschutz ist dabei eine wichtige Investition in die Sicherheit der Bürger sowie in den Schutz der kommunalen Infrastruktur.“

„Die katastrophalen Überflutungen im Jahr 2010 haben deutlich gezeigt, wie gefährdet die Region bei Starkregen und Hochwasser ist. Mit den geplanten Maßnahmen schaffen wir nun einen deutlich besseren Schutz für die Menschen und die Infrastruktur. Dass die Städte Ditzingen, Gerlingen und Stuttgart dieses Projekt gemeinsam voranbringen, ist ein starkes Zeichen für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit und nachhaltige Klimaanpassung“, so Oberbürgermeister Michael Makurath, der Vorsitzende des Zweckverbands Hochwasserschutz Scheffzental.

Anlass für die interkommunale Zusammenarbeit war das schwere Hochwasser vom 4. Juli 2010, bei dem es im Einzugsgebiet der Glems zu erheblichen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur kam. Besonders betroffen war dabei die Stadt Ditzingen. Da im Scheffzental Gewässer aus Ditzingen, Gerlingen und Stuttgart zusammenfließen, gründeten die drei Städte im Jahr 2015 den Zweckverband Hochwasserschutz Scheffzental, um miteinander Maßnahmen zu planen und umzusetzen.

Ziel des gemeinsamen Hochwasserschutzkonzepts ist es laut einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums, die beteiligten Kommunen besser vor Hochwasser zu schützen. Im Fokus steht dabei insbesondere der Schutz des Stadtgebiets Ditzingen. Die geplanten Maßnahmen sind auf ein 100-jährliches Hochwasserereignis (HQ100) ausgelegt und verbinden technische Maßnahmen mit der Schaffung zusätzlicher Retentionsräume im Scheffzental. Damit orientieren sie sich an einem sehr hohen Sicherheitsniveau, so die Stuttgarter Behörde.

Die Gesamtkosten der Hochwasserschutzmaßnahmen im Scheffzental belaufen sich voraussichtlich auf rund 2,6 Millionen Euro. (red)