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Innenminister warnt
Mehr Schulwegunfälle in Baden-Württemberg

Schulweg
Die Zahl der Unfälle auf dem Schulweg ist in Baden-Württemberg gestiegen. (Symbolbild) Foto: Stefan Sauer
Ein Mädchen stirbt, mehr als 40 Kinder werden schwer verletzt: Die Zahl der Schulwegunfälle in Baden-Württemberg ist deutlich gestiegen.

Stuttgart. Die Zahl der Schulwegunfälle in Baden-Württemberg ist gestiegen. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei nach Angaben des Innenministeriums 415 Verkehrsunfälle, bei denen Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur oder von der Schule verunglückten. Das waren 37 Fälle mehr als 2024, ein Anstieg um 9,8 Prozent. Die Zahlen wurden anlässlich des Starts des neuen Schuljahres veröffentlicht.

Bei den Unfällen wurden 382 Schülerinnen und Schüler leicht und 43 schwer verletzt, das entspricht einem Plus von rund 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine Schülerin kam ums Leben.

Als Schulwegunfälle zählen laut Ministerium Verkehrsunfälle mit Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 17 Jahren, die als aktive Verkehrsteilnehmer auf dem Schulweg verletzt oder getötet wurden.

Landesweite Aktion «Sicherer Schulweg»

Innenminister Manuel Hagel (CDU) warnte davor, dass Kinder Geschwindigkeiten und Entfernungen noch nicht zuverlässig einschätzen könnten. Wegen ihrer Körpergröße würden sie zudem leichter übersehen. «Nur ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit kann schwerwiegende Folgen haben.»

Mit der landesweiten Aktion «Sicherer Schulweg» wollen Polizei und Kommunen die Sicherheit rund um Schulen erhöhen. Geplant sind unter anderem verstärkte Verkehrsüberwachung und Verkehrsprävention.

© dpa-infocom, dpa:260913-930-678666/1