Hamburg. Der Hamburger SV hat seine Erfolgsserie in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Der 1:0 (0:0)-Heimsieg über den VfB Stuttgart vor den 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion war für die Hanseaten der dritte Sieg in Serie. Mit jetzt neun Punkten zog der HSV in der Tabelle an den Gästen vorbei und beendete das Zwischenhoch des VfB. Das Tor des Tages erzielte Miro Muheim in der 88. Minute.
HSV-Trainer Merlin Polzin musste sein defensives Mittelfeld komplett neu aufstellen. Die Doppel-Sechs bildeten Muheim und Bilal Nadir für die verletzten Albert Sambi Lokonga (muskuläre Probleme) und Nicolai Remberg (Kreuzbandriss). Als Aufmunterung für den gerade operierten Kapitän Remberg trugen alle Hamburger Spieler beim Aufwärmen Shirts mit der Rückennummer 21 des 26-Jährigen.
Hamburg hat die erste Chance der Partie
Stuttgart nahm im Vergleich zum Champions-League-Spiel unter der Woche vier Wechsel vor. Dennis Seimen kehrte für Fabian Bredlow zwischen die Pfosten zurück. Atakan Karazor, Jamie Leweling und Ermedin Demirovic ersetzten Grischa Prömel, Chris Führich und Dzenan Pejcinovic, die alle auf der Bank Platz nahmen.
Die erste Gelegenheit der Partie hatten die Gastgeber. Nach einem Stuttgarter Ballverlust kam Fabio Vieira an der Strafraumgrenze zum Abschluss, sein Schuss ging aber über das Tor (6.). Die Aktion war der Auftakt zu einer lebhaften Anfangsphase, denn auch die Schwaben suchten den direkten Weg zum Tor. Deniz Undav wurde von einer Flanke überrascht und köpfte über die Latte (9.). Kurz darauf verpasste Demirovic aus sechs Metern frei mit dem Kopf (15.).
Immer wieder retten Pfosten und Latte
Nach einer kurzen Verschnaufpause reihte sich weiter Chance an Chance. VfB-Keeper Seimen parierte stark gegen Vieira (26.). Im direkten Gegenzug setzte Demirovic den Ball knapp neben den rechten Pfosten, Undav traf wenig später den linken Pfosten (39.). Der VfB zog die Partie mehr auf seine Seite, war das spielbestimmende Team. Allerdings fehlten den Aktionen der Schwaben die Klarheit und die Zielstrebigkeit.
Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich der Chancenwucher fort. Erneut die Stuttgarter Demirovic und Undav sowie Yussuf Poulsen mit einem Lattenkracher für den HSV standen im Mittelpunkt.
Beide Trainer blieben ihrer offensiven Linie treu. Beim VfB kam Zugang Pejcinovic, beim HSV Otto Stange und Terem Moffi. Aber es war Mittelfeldmann Muheim, der wie schon in Hoffenheim kurz vor dem Abpfiff mit einem Distanzschuss für Hamburger Glückseligkeit sorgte.
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