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Fußball-Bundesliga
Nach 0:2: Bayern drehen Generalprobe für Giganten-Duell

SC Freiburg - Bayern München
Mehrfach im Blickpunkt: Bayern-Keeper Manuel Neuer. Foto: Tom Weller
Der FC Bayern gewinnt drei Tage vor dem Königsklassen-Kracher in Madrid spektakulär in der Bundesliga. Manuel Neuer steht gegen den SC Freiburg im Fokus, zwei Youngster treffen in der Nachspielzeit.

Freiburg. Die Youngster Tom Bischof und Lennart Karl haben dem FC Bayern München bei der Generalprobe für das Giganten-Duell in der Champions League einen dramatischen Last-Minute-Sieg beschert. Der deutsche Fußball-Rekordmeister gewann beim SC Freiburg spektakulär mit 3:2 (0:0), holte dabei einen 0:2-Rückstand auf und verhinderte drei Tage vor dem Viertelfinal-Hinspiel bei Real Madrid in der Königsklasse einen Dämpfer.

Johan Manzambi (46. Minute) und Lucas Höler (71.) erzielten die Tore für Freiburg, das im ersten Europa-League-Viertelfinale seiner Historie am Donnerstag auf Celta Vigo trifft. Die Gäste schlugen durch späte Tore von Bischof (81./90.+2) und Karl (90.+9) aber noch eindrucksvoll zurück.

Neuer patzt beim zweiten Gegentor

Die Bayern, die ohne ihren angeschlagenen Torjäger Harry Kane auskommen mussten, steuern in der Bundesliga weiter klar auf die Meisterschaft zu. Zudem stehen sie nun bei 100 Liga-Treffern und somit kurz davor, ihre eigene Bestmarke aus der Saison 1971/72 zu knacken. Keeper Manuel Neuer parierte zweimal stark, sah beim zwischenzeitlichen 0:2 aber nicht gut aus.

Der Sport-Club verpasste vor 34.700 Zuschauern nur knapp seinen ersten Sieg gegen die Münchner seit fast elf Jahren. Stürmer Höler beschenkte sich mit dem Tor in seinem 300. Pflichtspiel für Freiburg aber immerhin selbst.

SC Freiburg - Bayern München
Kane-Vertreter in der Bayern-Spitze: Serge Gnabry. Foto: Tom Weller

Gnabry müht sich als Kane-Vertreter

Gegen forsche und vor allem in der Anfangsphase früh attackierende Freiburger taten sich die Bayern in der ersten Halbzeit offensiv schwer. Serge Gnabry, der die Position von Kane in der Spitze übernahm, tauchte nach rund zehn Minuten frei vor dem aufmerksamen SC-Keeper Noah Atubolu auf. Ansonsten gelang es den Gästen kaum, sich nennenswerte Torraumszenen zu erspielen.

Erst kurz vor der Pause wurde der Rekordmeister richtig gefährlich. Atubolu parierte zunächst einen Schuss von Karl, nach einem Fallrückzieher-Versuch von Luis Díaz jagte Bischof die Kugel schließlich über den Kasten. 

Zwei starke Reflexe von Oldie Neuer

Und hinten? Hatte Bayerns Neuer bei seinem Comeback nach einer Wadenverletzung erst großes Glück, dass Freiburgs Philipp Treu eine Riesenchance ungenutzt ließ (15.). Dann zeigte der langjährige Nationaltorwart in seinem ersten Spiel als 40-Jähriger aber auch zwei klasse Reflexe - erst gegen den auffälligen Höler (28.), dann gegen Philipp Lienhart (34.). Nach beiden Aktionen ging allerdings die Fahne des Linienrichters hoch.

SC Freiburg - Bayern München
Schuss ins Glück: Freiburgs Johan Manzambi trifft zum 1:0. Foto: Tom Weller

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel war dann auch der Weltmeister-Torwart von 2014 machtlos: Freiburgs Manzambi dribbelte durch das Mittelfeld und traf mit einem platzierten Distanzschuss halbhoch ins rechte Eck.

Olise bringt frischen Wind rein

Kurz später hätte Höler in seinem Jubiläumsspiel erhöhen müssen, vergab aber gleich zwei Topgelegenheiten (52./54.). Bayern-Trainer Vincent Kompany reagierte auf Freiburgs Drangphase mit einem Dreifachwechsel und brachte unter anderem Offensiv-Wirbler Michael Olise, der wenige Sekunden nach seiner Hereinnahme bereits gefährlich wurde (57.). Auch Jamal Musiala kehrte für die letzten 25 Minuten ins Münchner Team zurück. 

Statt des erhofften Ausgleichs gab es für die Bayern nach einer Ecke aber den nächsten Rückschlag: Neuers Klärungsversuch geriet zu kurz, Höler traf mit einem abgefälschten Schuss zum 2:0 für den heimstarken Underdog.

Die Münchner steckten nicht auf. Olise prüfte den starken Atubolu (77.), Bischof traf mit einem Flachschuss ins linke Eck und machte es noch mal spannend. In der Nachspielzeit traf der Defensivmann auch zum 2:2, ehe Karl aus kurzer Distanz sogar noch nachlegte und die dramatische Partie vollends drehte.

© dpa-infocom, dpa:260404-930-906587/1