Stuttgart. Nach den mutmaßlichen Angriffen auf Kinder in einem abgedunkelten Tierhaus in der Stuttgarter Wilhelma ist das gesamte Haus wieder für Besucher geöffnet. In dem Bereich seien in den vergangenen Tagen zusätzliche Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen ergriffen worden, teilte der Zoo mit. Unter anderem sei die Ausleuchtung des Besucherbereichs verbessert und die Präsenz von Mitarbeitern verstärkt worden. Der Bereich für Nachttiere in der sogenannten Terra Australis war seit Anfang des Monats für Besucher geschlossen geblieben.
Zuvor waren zwei mutmaßliche Angriffe auf Kinder im Nachttierbereich bekannt geworden. Die Kinder im Alter von drei und sechs Jahren waren nach Angaben der Polizei durch spitze Gegenstände leicht verletzt worden. Beide Vorfälle hatten sich an unterschiedlichen Tagen im selben Bereich des Gebäudes ereignet. Die Polizei hat nach Angaben eines Sprechers weiter keine neuen Erkenntnisse und keine andere Erklärung als einen Angriff. Die Ermittler haben keine scharfen Gegenstände oder Ecken gefunden und auch eine Verletzung etwa durch die Kralle eines Tieres ausgeschlossen. Neue Hinweise gebe es nicht, sagte der Sprecher.
«Die Vorfälle haben uns sehr betroffen gemacht. Die Sicherheit unserer Besucherinnen und Besucher hat für uns höchste Priorität. Deshalb haben wir die vergangenen Tage intensiv genutzt, um den Besucherbereich nochmals umfassend zu überprüfen und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen», teilte Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin mit.
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