Kaiserslautern. Etwas mehr als einen Monat nach den Ausschreitungen im Erstrunden-Spiel des DFB-Pokals zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern (0:1) hat der Fußball-Zweitligist Konsequenzen angekündigt. Der FCK will die Sicherheitsmaßnahmen bei Heimspielen verstärken, Fehlverhalten sanktionieren und den Dialog mit der Fanszene intensivieren.
Der FCK distanzierte sich in einer Stellungnahme «ausdrücklich und ohne jede Einschränkung» von Gewalt, Hass, Bedrohungen und gefährlichen Handlungen. Pyrotechnik auf andere Personen zu schießen, sei eine nicht zu rechtfertigende Straftat. Zugleich warnte der Verein vor einer Pauschalverurteilung der gesamten Fanszene.
Beim 1:0-Erfolg nach Verlängerung war die Situation nach 90 torlosen Minuten im Carl-Benz-Stadion in Mannheim eskaliert. Nach einer Rudelbildung der Spieler schossen einige FCK-Anhänger Böller in den Sitzplatzbereich. Daraufhin stürmten Mannheimer Fans auf den Platz. Berittene Polizisten mussten einschreiten, zeitweise drohte ein Abbruch.
Der FCK erklärte, die Vorfälle umfassend aufgearbeitet zu haben. Eine interne Taskforce habe sich mit der Fanszene, Verbänden, Sicherheitsbehörden und Experten ausgetauscht.
Weitere Maßnahmen angekündigt
Im Fritz-Walter-Stadion sollen Einlasskapazitäten und Videoüberwachung ausgeweitet werden. Zudem sind zusätzliche Kontrollen und eine frühere Stadionöffnung vorgesehen. Bei Fehlverhalten drohen Stadionverbote, der Entzug von Dauerkarten oder ein Vereinsausschluss. Für den Fall weiterer schwerwiegender Vorfälle bei Risiko-Auswärtsspielen schließt der Verein personalisierte Tickets nicht aus.
Der Verein verwies zugleich darauf, dass seine Einflussmöglichkeiten bei Auswärtsspielen begrenzt seien. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dennoch in die Weiterentwicklung der eigenen Prozesse einfließen. Sicherheitsfragen könnten laut FCK nur im Zusammenspiel von Clubs, Verbänden, Behörden und Fans gelöst werden.
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