Geislingen an der Steige. Nach knapp sieben Monaten Bauzeit und Vollsperrung ist die Bundesstraße 10 bei Ulm wieder frei. Auf drei Kilometern wurden demnach die Fahrbahn zwischen Geislingen an der Steige (Landkreis Göppingen) und Amstetten (Alb-Donau-Kreis) erneuert, Stützwände gebaut und die Straßenentwässerung neu geordnet, wie das Verkehrsministerium mitteilte.
Außerdem seien 4,7 Millionen Euro in den neu gebauten Radweg sowie rund 700.000 Euro in die Verbesserung des bestehenden Feldwegs zum Geh- und Radweg investiert worden. Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich auf voraussichtlich rund 22 Millionen Euro. Das Geld dafür kommt vom Bund.
Nachdem 2020 und 2021 bereits ein sogenanntes Regenrückhalte- und -klärbecken gebaut wurde, folgte 2024 der erste Bauabschnitt zwischen dem Ortsausgang von Geislingen und der Schimmelmühle. Im April hatte das Regierungspräsidium Stuttgart dann mit dem zweiten Bauabschnitt der Sanierung begonnen. Dieser konnte aufgrund der begrenzten Fahrbahnbreite nur unter vollständiger Sperrung der Strecke umgesetzt werden, hieß es. Während dieser Zeit wurde der Verkehr umgeleitet.
Asphalt musste auf der gesamten Strecke erneuert werden
Hintergrund der Bauarbeiten seien mehrere Unfälle gewesen, nach denen die Feuerwehr Geislingen auf die besondere Situation der B10 im Wasserschutzgebiet hingewiesen habe. Zunächst sollte vor allem die Entwässerung an die Anforderungen für Straßen in Wasserschutzgebieten angepasst werden.
Im Zuge der weiteren Planung habe sich jedoch gezeigt, dass dafür umfangreiche Eingriffe in die Fahrbahn erforderlich waren. Zudem hätten die Abschnitte des ersten Bauabschnitts ein sehr geringes Längs- und Quergefälle aufgewiesen und seien «unfallauffällig». Deshalb sei entschieden worden, den Asphalt auf der gesamten, rund drei Kilometer langen Strecke zu erneuern.
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