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Stuttgarter Oper
Neubau oder weiter so? Das sagt der Staatstheater-Chef

Opernhaus Stuttgart
Aus Sicht von Intendant Hendriks wäre eine Expertenanhörung ein folgerichtiger Schritt, um breite Zustimmung zu sichern. (Archivbild) Foto: Bernd Weißbrod
Es gibt viele neue Fragen zur Zukunft der Stuttgarter Oper: Was hält Intendant Marc-Oliver Hendriks von der Debatte um Neubau und Sanierung?

Stuttgart. Für die milliardenschwere Sanierung der Stuttgarter Oper ist nach Ansicht der Staatstheater ein gemeinsamer Beschluss von Stadt und Land zwingend nötig. «Die Opernsanierung ist eine Jahrhundertaufgabe, die nur im Konsens von Stadt und Land gemeinsam gelingen kann», sagte der geschäftsführende Intendant der Württembergischen Staatstheater, Marc-Oliver Hendriks, der dpa. In den vergangenen Jahren sei das stets die Grundhaltung der Staatstheater gewesen. «Ohne diesen Konsens kann das Projekt nicht gelingen.»

Angesichts hoher Kosten und immer größerer Vorbehalte hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) vorgeschlagen, das milliardenschwere Sanierungsprojekt auf den Prüfstand zu stellen. Experten sollen in einer Anhörung unter anderem beraten, ob das bisherige Gebäude saniert wird oder ob es doch einen Neubau geben soll. 

Aus Sicht von Hendriks wäre eine solche Anhörung ein «folgerichtiger Schritt, um Vertrauen und breite Zustimmung zu sichern».

Littmann-Bau muss dringend saniert werden

Der 1912 eröffnete Littmann-Bau neben dem Landtag ist in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand. Eine offizielle Schätzung, wie hoch die Kosten für die gesamte Sanierung ausfallen, gibt es derzeit nicht. 2019 ging man bei einer Berechnung von rund einer Milliarde Euro aus. Die Kosten für das ganze Projekt teilen sich Stadt und Land.

Ein geplantes Übergangsgebäude oder Interim soll etwa zehn Jahre lang als Ausweichquartier für Ballett und Oper dienen, während die eigentliche Oper saniert wird. Eigentlich sollte der Bau der Interimsspielstätte 2026 starten und bis 2029 abgeschlossen sein. Zuletzt war von einem Baubeginn im Jahr 2028 die Rede. Die ersten Stücke sollten dann 2033 dort aufgeführt werden.

© dpa-infocom, dpa:260915-930-687112/1