Stuttgart. Kaum konnten die Menschen im Südwesten eine Sonnenfinsternis bestaunen, folgt das nächste spannende Himmelereignis: Am 28. August kann man deutschlandweit eine partielle Mondfinsternis beobachten - allerdings nicht abends, sondern am frühen Morgen. Nach Worten von Carolin Liefke, stellvertretende Leiterin des Hauses der Astronomie in Heidelberg, ist dann etwa ab 4.30 Uhr zu sehen, wie der Mond in den Schatten der Erde gerät. Vollständig verfinstert werde er aber nicht.
Früh aufstehen und auf klaren Himmel hoffen
Der Höhepunkt der Mondfinsternis wird ihren Worten zufolge um 6.13 Uhr erreicht - durch die Dämmerung ist der Himmel dann jedoch schon so hell, dass kaum noch etwas zu sehen ist. «Man sollte früh aufstehen und sich genau wie auch bei der Sonnenfinsternis einen erhöhten Platz suchen», sagt Liefke. Je weiter man im Westen wohne, desto besser sei das Spektakel zu sehen. «Baden-Württemberg liegt dafür also ganz gut».
Am besten sei ein Blick nach Westen und freie Sicht zum Horizont - und natürlich ein nicht bewölkter, klarer Himmel und möglichst kein Regen. Andernfalls sehe man im Zweifel nichts. Eine spezielle Brille braucht man für eine Mondfinsternis übrigens nicht.
Bei einer Mondfinsternis sind Sonne, Mond und Erde auf annähernd einer Linie. Der Mond befindet sich dann im Kernschatten der Erde und wird dadurch verfinstert.
Erdschatten fällt nur auf Teil des Mondes
Dieser Schatten fällt bei einer partiellen, also teilweisen Mondfinsternis aber nur auf einen Teil der Mondoberfläche, wie Liefke erläutert. Ein Teil des Mondes bleibt hell. In Deutschland geht der Mond für die partielle Mondfinsternis je nach Ort zwischen etwa 6.15 Uhr und 6.50 Uhr unter und beendet damit das Himmelsereignis.
Erst vor knapp zwei Wochen hatte eine Sonnenfinsternis die Menschen in Baden-Württemberg in ihren Bann gezogen, bei idealem Wetter und wolkenfreien Himmel. Wie die Wetteraussichten für die partielle Mondfinsternis aussehen, bleibt abzuwarten.
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