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Unwetter im Schwarzwald
Rund 10.000 Haushalte in Freiburg während Sturms ohne Strom

Stromausfall während Unwetters in Freiburg
Rund 10.000 Haushalte waren stundenlang ohne Strom. Foto: Valentin Gensch
Stromausfall während Unwetters in Freiburg
Ein Blechdach, das auf ein Umspannwerk geweht wurde, soll den Stromausfall ausgelöst haben. Foto: Valentin Gensch
Stromausfall in Freiburg
Nach Schätzungen der Polizei waren am Sonntag 25.000 Menschen in Freiburg zeitweise ohne Strom. Foto: Valentin Gensch
Stromausfall während Unwetters in Freiburg
Das Blechdach auf dem Umspannwerk löste einen Kurzschluss aus. Foto: Valentin Gensch
Ein Unwetter hat in Freiburg und Region einen großflächigen Stromausfall ausgelöst. Wie viele Menschen betroffen waren und was zu dem Ausfall führte.

Freiburg. Rund 10.000 Haushalte in Freiburg und Region sind während eines Unwetters stundenlang ohne Strom gewesen. An einem Umspannwerk im Freiburger Stadtteil Littenweiler habe es einen Schaden gegeben, teilte der Energieversorger Badenova mit. Laut Stadtverwaltung war am Morgen durch die starken Winde ein Blechdach in das Umspannwerk geflogen und hatte einen Kurzschluss verursacht. Die Polizei schätzt, dass am Morgen rund 25.000 Menschen keinen Strom hatten. 

Am späten Vormittag floss der Strom an vielen Orten wieder. Zuletzt waren noch rund 2.500 Haushalte in Oberried, einer kleinen Gemeinde südöstlich von Freiburg, ohne Strom. Inzwischen ist die Versorgung dort ebenfalls wieder gesichert.

Universitätsklinikum auch zeitweise betroffen

Bereits vor dem Vorfall mit dem Blechdach war der Strom in den Ortschaften Kappel ab etwa 3.30 Uhr sowie ab 5.30 Uhr in Buchenbach und Oberried ausgefallen. Es seien Bäume wegen des Unwetters in Oberleitungen gestürzt und hätten erste Störungen verursacht, teilte der Energieversorger Badenova mit. Etwa zwei Stunden später sei das Blechdach in das Umspannwerk geflogen.

Wegen des Stromausfalls konnten am Morgen im Universitätsklinikum Freiburg zeitweise nur lebensbedrohliche Notfälle in der Notaufnahme versorgt werden. Andere Patienten sollten auf umliegende Notaufnahmen und Notfallpraxen ausweichen, wie die Klinik auf Instagram schrieb. Rund zwei Stunden später gab es Entwarnung. Die Stromversorgung sei wieder hergestellt, teilte eine Sprecherin mit. «Der reguläre Klinikbetrieb wird bereits schrittweise wieder aufgenommen.»

Keine vollgelaufenen Keller oder umgestürzte Bäume

Bei dem Stromausfall sei es zu keinen weiteren Zwischenfällen gekommen, berichtete die Polizei weiter. Lediglich zahlreiche besorgte Bürger hätten sich wegen des Stromausfalls bei den Beamten gemeldet. Die Polizei zählte gut 50 Notrufe im Laufe des Morgens. Laut Verwaltung wurden zunächst keine vollgelaufenen Keller oder umgestürzten Bäume im Stadtgebiet gemeldet.

Für Teile des Schwarzwaldes gilt seit der Nacht eine Unwetterwarnung. Die Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) rechnen unter anderem mit orkanartigen Böen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde und starken Regenfällen mit bis zu 80 Litern pro Quadratmeter.

Europa-Park stoppt zeitweise Achterbahnen

Wegen des Sturms hatte der Europa-Park in Rust seinen Betrieb erneut vorübergehend zurückgefahren. Wetterbedingt seien derzeit die großen Achterbahnen im Außenbereich geschlossen, teilte das Unternehmen am Vormittag mit. Sobald es die Wetterbedingungen zuließen, solle der Betrieb wieder aufgenommen werden. Gegen Mittag hieß es, nur noch eine Achterbahn sei gesperrt. Der Europa-Park ist der größte Freizeitpark in Deutschland.

Schon am Freitag hatte der Park mitgeteilt, dass die großen Achterbahnen zeitweise stillstehen würden. Am Samstag sei der Park wieder regulär geöffnet gewesen, sagte eine Sprecherin.

Ungemütliches Wetter auch in anderen Landesteilen

Auch in vielen anderen Regionen müssen sich die Menschen auf viel Regen und Wind einstellen. Nach der Prognose des DWD sollen die Regenwolken bis zum Abend nach Südosten abziehen. Dazu werden Temperaturen zwischen 9 Grad im Bergland und 17 Grad im Breisgau erwartet. Vielerorts ist zudem mit starken bis stürmischen Böen zu rechnen. Auf den Schwarzwaldgipfeln kann es zu Sturmböen und auf dem Feldberg sogar zu orkanartigen Böen kommen. 

Auch in der Nacht zu Montag bleibt es bei Tiefstwerten zwischen 8 und 3 Grad windig. Der Montag startet dann zunächst zum Teil freundlich mit 10 Grad an der Donau bis zu 17 Grad in der Ortenau. Auf den Schwarzwaldgipfeln ist der Vorhersage zufolge zeitweise wieder mit stürmischen Böen zu rechnen.

© dpa-infocom, dpa:261025-930-890736/4