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Wasserschutzpolizei ermittelt
Schiff prallt gegen Schleuse - Millionenschaden

Wasserschutzpolizei
Die Wasserschutzpolizei ermittelt nach dem Aufprall an der Schleuse.(Symbolbild) Foto: Markus Lenhardt
Nach einem Zusammenstoß eines Schiffes an der Heilbronner Schleuse ist der Schaden enorm. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei stehen noch am Anfang. Der Fall weckt Erinnerungen.

Kehl. Vor fast drei Jahren rammte ein Frachter die Rheinschleuse Iffezheim und zerstörte das Schleusentor komplett. Nun ist an der Heilbronner Schleuse ein Gütermotorschiff mit Tor und Schleusenschutz zusammengestoßen. 

Bei dem Unfall am Sonntagmittag sei ein Schaden von rund einer Million Euro an der Schleusenanlage entstanden, teilte das Polizeipräsidium Einsatz mit. Völlig unklar sei bislang, wie es zu dem Crash auf dem Neckar kommen konnte. «Ob das ein technischer Defekt gewesen ist oder menschliches Versagen muss die Wasserschutzpolizei jetzt klären», sagte ein Sprecher der Polizei. 

Fall erinnert an Iffezheimer Unfall

Die Schleuse bleibt zunächst gesperrt, wie es weiter hieß. Allerdings könne eine «Notschleusung» beantragt werden. Derzeit staue sich der Schiffsverkehr auf dem Neckar allerdings nicht, weil nur ein Schiff an der Schleuse warte. 

Der Fall erinnert an den Iffezheimer Unfall im November 2023: Damals hatte ein Frachter ungebremst die Rheinschleuse Iffezheim gerammt - während die Steuerfrau am Ruder schlief. Das Kehler Amtsgericht als Rheinschifffahrtsgericht verurteilte die Frau und die Eignerfirma zu insgesamt 1,7 Millionen Euro Schadenersatz. In einem parallel laufenden Strafverfahren war die Steuerfrau auch rechtskräftig zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

© dpa-infocom, dpa:260921-930-720475/1