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Seltene Tierart
So geht es den Goldkatzenjungen im Heidelberger Zoo

Goldkatzenjungen in Heidelberg
Die Asiatischen Goldkatzenjungen im Heidelberger Zoo entwickeln sich optimal, sagt der Zoo nach rund neun Wochen. (Handout) Foto: Peter Bastian
Nur acht Tiere dieser Art leben in europäischen Zoos. Wie es den Jungtieren Samin und Mirza geht - und was sie zu fressen kriegen.

Heidelberg. Ihr Fell ist noch ganz weich, wird aber allmählich kürzer und fester: Die beiden seltenen Asiatischen Goldkatzen Samin und Mirza entwickeln sich nach Angaben des Heidelberger Zoos rund neun Wochen nach ihrer Geburt sehr gut. Bei der Erstuntersuchung der Kater habe sich gezeigt, dass die Tiere mit einem Gewicht von 1.470 Gramm bei Samin und 1.380 Gramm bei Mirza im optimalen Bereich liegen, hieß es in einer Mitteilung. Während Mirza anfangs deutlich kleiner gewesen sei als sein Bruder, habe er inzwischen gut aufgeholt. 

«Die Untersuchung hat gezeigt, dass beide kerngesund sind», sagte Revierleiterin Bianca Weißbarth. «Sie sind sehr selbstständig, brauchen keine Milch mehr und entwickeln sich genau so, wie wir es uns wünschen.» 

Nach der Geburt hatte Zoodirektor Klaus Wünnemann gesagt: «Selbst Große Pandas sind im Vergleich zu den Goldkatzen weit häufiger in Zoos anzutreffen und werden wesentlich öfter gezüchtet.» In Deutschland gibt es diese Tiere nur in Heidelberg und im Tierpark Berlin.

Tiere erhalten Mikrochips unter die Haut

Bei der Erstuntersuchung wurden die Tiere demnach abgehört, abgetastet und gewogen. Dazu gab es einen prüfenden Blick ins Maul und eine Impfung. Zudem sei ein kleiner Mikrochip unter die Haut gesetzt worden, damit die wertvollen Jungtiere ein Leben lang identifiziert werden könnten, hieß es in der Mitteilung.

Das Milchzahngebiss der beiden ist laut Zoo vollständig ausgebildet. So gibt es für die Tiere mittlerweile ausschließlich feste Nahrung: mundgerecht vorbereitete Küken, Mäuse und etwa 400 Gramm Fleisch täglich. «Die beiden Jungtiere sind aktiv und verspielt, raufen miteinander, üben das Klettern und erkunden ihre Umgebung mit wachsender Sicherheit», schreibt der Zoo. 

Asiatische Goldkatzen gelten laut dem Zoo als gefährdet. Ihr Lebensraum schrumpft demnach stetig, über ihre Lebensweise ist nur wenig bekannt. In europäischen Zoos ist die Art äußerst selten: Aktuell leben dort nur acht solcher Tiere.

© dpa-infocom, dpa:260506-930-43527/1