Freiburg. Auch in Baden-Württemberg werden jetzt speziell ausgebildete Spürhunde eingesetzt, um Borkenkäfer in Wäldern aufzuspüren. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) untersucht in einem Forschungsprojekt, wie zuverlässig die Tiere befallene Bäume erkennen und ob sie die Arbeit der Förster erleichtern können. Das teilte die Einrichtung mit. Bis zu sieben Hund-Mensch-Teams kommen dafür über neun Monate auf verschiedenen Versuchsflächen zum Einsatz.
Die Hunde können laut FVA den Geruch der Borkenkäfer wahrnehmen und zeigen verdächtige Bäume durch Kratzen am Stamm an. Ein frischer Befall sei für Förster oft nur schwer zu erkennen. Sichtbare Schäden träten häufig erst auf, wenn sich die Schädlinge bereits stark ausgebreitet hätten, heißt es in der Mitteilung.
Zwar habe es bereits ähnliche Versuche unter anderem in Bayern und Österreich gegeben, wie FVA-Experte Markus Kautz gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte. Allerdings seien diese wegen der geringen Zahl untersuchter Hunde und unterschiedlicher Methoden kaum vergleichbar. Auch in der Praxis würden vereinzelt bereits Suchhunde eingesetzt - bislang jedoch ohne zertifizierte Ausbildung und Qualitätskontrolle.
Das Projekt soll nun nach Angaben der FVA klären, welchen Mehrwert die Tiere bei der Borkenkäfersuche bieten. Dazu würden ihre Ergebnisse mit denen menschlicher Kontrollteams verglichen. Auch der Einfluss von Wetter und Waldbestand werde untersucht. Die Erhebungen und die anschließende Auswertung laufen noch bis Ende 2026. Sollten sich die Hunde bewähren, könnten künftig einheitliche Ausbildungsstandards und ein landesweites Netzwerk geprüfter Spürhundeteams entstehen, heißt es.
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