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Fußball-WM
Südkoreas Tor-Held: Was eine Suppe damit zu tun hat

WM 2026 - Südkorea - Tschechien
Das Tor, das auch seinen Vater ausflippen ließ. (Archivbild) Foto: YNA
Er hätte beim VfB Stuttgart spielen sollen. Es kam aber anders für Hyeon-gyu Oh. Der Südkoreaner hat reichlich Rückschläge hinter sich. Die Frage ist: Was hat sein Vater mit Ohs WM-Tor zu tun?

Zapopan. Has-seon Oh ist im Emotionsrausch. «Was ich fühle, geht über Worte hinaus», sagte der 57-Jährige der «Korea Times». Am Ende des Tages, der Has-seon Oh in diesen Zustand absoluter Glückseligkeit versetzte, hatte auch die Stimme ordentlich gelitten. 

Der Grund liegt in der Familie: Er ist der Vater von Südkoreas Auftakt-Held Hyeon-gyu Oh, der, wenn es so gelaufen wäre, wie gedacht, als Bundesliga-Spieler des VfB Stuttgart zur WM gereist wäre.

Es war praktisch schon alles klar mit dem VfB

Dank seines Treffers zum 2:1-Sieg gegen Tschechien haben die Südkoreaner eine Top-Ausgangsposition vor dem Duell mit WM-Mitgastgeber Mexiko in der deutschen Nacht auf Freitag in Zapopan bei Guadalajara. Das Tor war der Moment, der die Leiden und Rückschläge in der Karriere des 25 Jahre alten Profis vergessen machte.

Als Teenager brach sich Oh zuerst den linken Oberarmknochen und fiel sechs Monate aus, danach riss das vordere Kreuzband. Wieder Monate ohne Fußball. Bei der WM in Katar war er Spieler Nummer 27 - der erste, der nicht im offiziellen Kader steht. Und dann platzte, als alles schon geregelt schien, in letzter Sekunde der Wechsel zum VfB Stuttgart.

Er sollte Nick Woltemade ersetzen, den es in die Premier League zu Newcastle United verschlagen hatte. Beim Medizincheck fiel Oh durch, dem Bericht der «Korea Times» war der einstige Kreuzbandriss der Grund. Seit Februar spielt er nun in der Türkei bei Besiktas Istanbul.

Die Sache mit der gesunden Suppe

Sein Vater war in all den schweren Stunden für ihn da. Hae-seon Oh eröffnete sogar ein Restaurant mit einer speziellen Suppe, damit er seinen Sohn bei der Ernährung und Genesung unterstützen konnte. 

«Da sie als gesundes, nahrhaftes Essen gilt, habe ich Hyeon-gyu praktisch gezwungen, sie jeden Tag zu essen», sagte er und erklärte zudem: «Ich brauchte einen Job, der mir die Flexibilität gab, zu reisen und Hyeon-gyu zu begleiten.» So wie jetzt bei der WM in Mexiko, Kanada und den USA, die für Vater und Sohn noch lange nicht beendet sein soll.

© dpa-infocom, dpa:260617-930-235000/1