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Champions League
Undav trifft erstmals – Stuttgart gewinnt auch in Bratislava

Slovan Bratislava - VfB Stuttgart
Den Widerständen getrotzt: Stuttgarts Kapitän Deniz Undav trifft in Bratislava. Foto: Martin Baumann
Der VfB Stuttgart gewinnt in Bratislava – und bei Deniz Undav platzt der Knoten endlich. Zwei Schreckmomente müssen die Schwaben bei den weitgehend harmlosen Gastgebern trotzdem überstehen.

Bratislava. Auch dank Kapitän Deniz Undav hat der VfB Stuttgart seine Pflichtaufgabe in der Champions League souverän gelöst. Der Fußball-Bundesligist siegte 3:0 (1:0) beim slowakischen Außenseiter Slovan Bratislava und feierte im zweiten Spiel der Ligaphase den zweiten Sieg nach dem 3:1 zum Auftakt gegen Viking Stavanger. Undav (29. Minute), Sandro Cruz (65./Eigentor) und Ermedin Demirovic (90.) sorgten für die Stuttgarter Treffer auf dem Rumpelrasen im Nationalstadion.

«Fühlt sich gut an, aber im Endeffekt ist es wichtig, dass wir gewonnen haben», sagte Undav nach der Partie bei DAZN über seinen Treffer, der für ihn «befreiend» gewesen sei. Zufrieden war auch Josha Vagnoman: «In allen Belangen haben wir alles zum größten Teil super gemacht und die Null steht. Drei Tore gemacht, besser geht nicht», sagte der stark spielende Verteidiger. «Zwei Siege aus zwei Spielen in der Champions League ist etwas Gutes», fand Grischa Prömel.

Gleich fünf Startelf-Wechsel hatte Hoeneß im Vergleich zum 2:0-Sieg in der Bundesliga beim SC Paderborn vorgenommen. Torhüter Fabian Bredlow, Finn Jeltsch, Prömel, Bilal El Khannouss und Dzenan Pejcinovic durften diesmal beginnen. Dennis Seimen, Atakan Karazor, Jamie Leweling und Demirovic rutschten auf die Bank. Maximilian Mittelstädt fehlte, nachdem er sich in Paderborn eine Risswunde an der rechten Ferse zugezogen hatte.

«Jetzt ist es so, dass wir ihm mal die Möglichkeit gegeben haben, jetzt nach diesem ersten Spiel, auf das er hart hingearbeitet hat, mal durchzuschnaufen. Und dann wird er auch gegen Hamburg wieder im Tor stehen», erklärte Hoeneß vor der Partie bei DAZN seinen Verzicht auf Keeper Seimen, der nach längerer Verletzungspause gegen Ex-Club Paderborn sein Liga-Debüt gegeben hatte.

VfB vergibt einige Chancen

Die Schwaben dominierten in der ersten Hälfte über weite Strecken, erzielten aber nur ein Tor. Undav, bedient von Angelo Stiller, traf flach ins lange Eck. Für den 30 Jahre alten Kapitän war es im achten Saison-Pflichtspiel der erste Treffer. Sein Schuss war noch abgefälscht, Slovan-Torhüter Dominik Takac streckte sich vergebens. Kurz zuvor hatte der Keeper einen Undav-Abschluss aus kurzer Distanz noch glänzend mit dem Fuß pariert.

El Khannouss, Chris Führich, Ramon Hendriks und Josha Vagnoman vergaben weitere gute Chancen für den VfB, der mit den widrigen Platzverhältnissen gut zurechtkam. Außenverteidiger Vagnoman verpasste bei seiner Direktabnahme aus 18 Metern ein Traumtor, als der Ball an die Latte des Slovan-Tores klatschte. Die vom früheren Champions-League-Sieger Yaya Touré trainierten Gastgeber konnten Bredlow derweil kaum beschäftigen.

Schreckmoment für die Schwaben: Abseits oder nicht?

Wenige Minuten nach der Pause gab es den ersten Schreckmoment für die Schwaben. Nach einem lang geschlagenen Takac-Abstoß tauchte Bratislavas Stürmer Suleiman Camara völlig frei vor Bredlow auf und traf ins Tor. Der vermeintliche Ausgleich zählte wegen Abseits nicht, auch wenn es eine Weile dauerte, bis der VAR die Entscheidung bestätigte. Demnach hatte Slovan-Kapitän Andraz Sporar den Ball noch leicht berührt, bevor Camara einschießen konnte – was selbst auf den TV-Bildern kaum zu erkennen war.

Im Glück war der VfB auch, als Sandro Cruz den Ball wuchtig an die Latte des Stuttgarter Tores drosch. Fünf Minuten später hatte Bratislavas Verteidiger erneut viel Pech, als er eine Hereingabe Vagnomans ins eigene Tor lenkte. Der Ball rutschte Takac durch die Beine ins Netz. Spätestens da war klar, dass Bratislava wie schon beim 1:6-Auftakt bei Paris Saint-Germain erneut leer ausgehen würde. Die Gastgeber präsentierten sich insgesamt zu harmlos.

Für die gut letzten 20 Minuten gönnte Hoeneß auch Lokalmatador Leo Sauer noch Einsatzzeit. «Leo ist ein hochinteressanter, hochveranlagter junger Spieler», hatte der Coach den 20 Jahre alten Neuzugang gelobt, der viele Jahre in der Slovan-Jugend gespielt hatte. «Er ist ein Spieler, der wirklich eine große Zukunft vor sich hat.» Groß auszeichnen konnte sich Sauer aber nicht mehr. Den Endstand besorgte Demirovic per Kopf nach toller Flanke des ebenfalls eingewechselten Lorenz Assignon.

© dpa-infocom, dpa:261014-930-841051/2