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Gefahr im Verkehr
Verkehrsschild von Brücke geworfen – Tatverdächtiger in Haft

Blaulicht
Die Polizei hatte bei der Suche nach einem Tatverdächtigen einen langen Atem. (Symbolfoto) Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Jahre nach dem Wurf eines Verkehrsschilds und einer Warnleuchte auf fahrende Autos haben Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Er soll mögliche Todesfolgen bewusst in Kauf genommen haben.

Neckarsulm. Ein 26 Jahre alter Mann, der in Baden-Württemberg Gegenstände von einer Brücke auf fahrende Autos geworfen haben soll, ist zweieinhalb Jahre nach der Tat gefasst worden. Er habe den Tod der Insassen billigend in Kauf genommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. 

Der Vorfall passierte demnach am 3. September 2023 in Neckarsulm (Kreis Heilbronn). In den frühen Morgenstunden des Tages warf eine zu dem Zeitpunkt unbekannte Person Gegenstände, darunter ein Verkehrsschild und eine Warnleuchte, von einer Brücke auf die darunter verlaufende Bundesstraße 27. Dabei wurden zwei Fahrzeuge im Bereich der Windschutzscheiben getroffen. Die Scheiben hielten den Wurfgeschossen stand, sodass niemand unmittelbar durch die Gegenstände verletzt wurde. 

Eine Fahndung und auch ein Zeugenaufruf führten damals nicht zur Identifikation eines Tatverdächtigen. Doch auf den damals gesicherten Gegenständen wurden Spuren gefunden, die dem heute 26-jährigen polnischen Staatsbürger zugeordnet werden könnten. 

Der Tatverdächtige sitzt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in zwei Fällen in Untersuchungshaft.

© dpa-infocom, dpa:260210-930-665654/1