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Fußball-Bundesliga
Wechsel von Torwart Atubolu nach Frankfurt perfekt

Noah Atubolu
Freiburgs Noah Atubolu wechselt zur Eintracht. (Archivbild) Foto: Christian Charisius
Nach langem Warten steht fest: Noah Atubolu verlässt Freiburg und schließt sich Eintracht Frankfurt an. Warum einer der SC-Verantwortlichen von «sehr komplizierten Wochen und Monaten» spricht.

Freiburg/Frankfurt. Der Wechsel von Torwart Noah Atubolu zu Eintracht Frankfurt ist nach einer Hängepartie perfekt. Einen Tag vor dem Bundesliga-Start bei Union Berlin wird der 24-Jährige vom SC Freiburg für ein Jahr an die Hessen ausgeliehen. Danach greift eine bedingte Kaufpflicht, wie die beiden Clubs ohne weitere Details mitteilten.

«Zufriedenstellende Lösung» für den SC

«Wir haben sehr komplizierte Wochen und Monate hinter uns. Die, unabhängig von der weiteren Entwicklung erfolgte, Vertragsverlängerung ist das Ergebnis einer vor allem in den letzten Tagen vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Noah selbst, die uns in die Position des Handelns gebracht hat», sagte SC-Sportvorstand Jochen Saier. «Mit dem Transfermodell zu Eintracht Frankfurt haben wir eine für uns zufriedenstellende Lösung gefunden.»

Vertragsverlängerung macht Wechselweg frei

Atubolu hatte seinen einst nur noch bis 2027 laufenden Vertrag in Freiburg verlängert, um sich in diesem Sommer verleihen lassen zu können. Bei einem zum Saisonende auslaufenden Kontrakt wäre das nicht möglich gewesen. Ursprünglich sollen die Freiburger Vorstände Oliver Leki und Saier auf eine Ablösesumme zwischen 15 und 20 Millionen Euro gehofft haben. 

«Es ist ein guter Schritt für ihn, von Freiburg hier zur Eintracht zu gehen, zu einem großen Verein», hatte Eintracht-Trainer Adi Hütter bereits am Donnerstag gesagt und offen gelassen, ob Atubolu bereits am Samstag in Berlin sein Debüt für die Eintracht gibt: «Wir haben Noah als Nummer eins geholt. Nach dem Abschlusstraining entscheiden wir, wer am Samstag im Tor steht.» 

Santos und Zetterer abserviert 

Am Main hatte es zuletzt eine große Diskussion um die Torhüter Kaua Santos und Michael Zetterer gegeben und es war klar, dass Sportvorstand Markus Krösche und Hütter eine neue Nummer eins suchen. 

«Mit Noah Atubolu gewinnen wir einen starken, ambitionierten und zugleich bereits sehr erfahrenen Torhüter hinzu. Er bringt großes Potenzial, viel Mentalität und die nötige Qualität mit, um unserer Mannschaft wichtige Impulse zu geben», sagte Frankfurts Sportvorstand Krösche. «Wir sind überzeugt, dass Noah bei uns den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen und uns sportlich verstärken wird.»

Traum von der Premier League geplatzt

Atubolu war in den vergangenen drei Spielzeiten Stammkeeper bei den Breisgauern, hatte aber für diesen Sommer frühzeitig einen Wechselwunsch hinterlegt. Ursprünglich sollte es in die englische Premier League gehen, ein Transfer kam aber nicht zustande. 

Der Sport-Club hatte früh reagiert und Mio Backhaus vom Ligakonkurrenten Werder Bremen für kolportierte zwölf Millionen Euro als Nachfolger des gebürtigen Freiburgers verpflichtet. 

Im Kreis der Nationalmannschaft

«Ich bin sehr froh, hier zu sein, und kann es kaum erwarten, bei Eintracht Frankfurt loszulegen. Ich kenne die Stadt, den Club und das Stadion und habe die Spiele hier immer als etwas Besonderes erlebt», sagte der 1,90 Meter große Keeper in einer Mitteilung seines neuen Arbeitgebers.  

Atubolu war schon für den Kader der deutschen A-Nationalmannschaft nominiert, hat aber bisher kein Länderspiel bestritten. Er gilt als einer der möglichen Nachfolger von Manuel Neuer in der DFB-Auswahl des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp.

© dpa-infocom, dpa:260828-930-595084/1