Stuttgart. In Baden-Württemberg sind in diesem Jahr bis Ende September 2.111 Personen abgeschoben worden. Für das gesamte Jahr rechne man somit mit weniger abgeschobenen Menschen als noch 2025, wie der Staatssekretär für Migration, Siegfried Lorek (CDU), dem «Südkurier» sagte. «Das liegt vor allem am geringeren Zugang insgesamt.» Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Abgeschobenen bei 3.397.
Vorrangig würden Straftäter abgeschoben. «2025 waren über 30 Prozent der Abgeschobenen Straftäter. Dieses Jahr haben wir sogar eine Quote von über 40 Prozent», erklärte Lorek weiter. Man erwarte, trotz insgesamt rückläufiger Abschiebungszahlen etwa die gleiche Zahl an Straftätern zurückzuführen wie auch im Jahr 2025.
Grenzkontrollen machen «krassen Unterschied»
Dass abgeschobene Personen zurückkommen, geschehe selten. «Uns sind kaum Fälle bekannt», sagte der Staatssekretär. Derzeit befänden sich bei etwa 25.000 Geduldeten rund 1.000 Personen in der konkreten Abschiebevorbereitung
Lorek lobte die verstärkten Grenzkontrollen, die für Baden-Württemberg viel gebracht hätten. Sie machten einen «krassen Unterschied»; die Einreisezahlen seien extrem zurückgegangen. Die Kontrollen sollten bleiben, solange es rechtlich möglich sei.
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