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Pferdeshow

Mit Leichtigkeit über Hindernisse

Französische Artisten überraschen mit sportlichen Sprüngen. Schwarzwald-Quadrille und Holzrücker begeistern die Zuschauer.

Holzrücker Uwe Eitel mit „Horscht“ und „Sina“ aus Eibensbach.
Holzrücker Uwe Eitel mit „Horscht“ und „Sina“ aus Eibensbach.
Die Schwarzwald-Quadrille mit den Friesenpferden.
Die Schwarzwald-Quadrille mit den Friesenpferden.
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Bietigheim-Bissingen. Mehr als 2000 Zuschauer sahen am Sonntagvormittag eine Show, bei der nicht nur Pferde glänzten, sondern drei französische Artisten den Vierbeinern mit ihrer Akrobatiknummer für 20 Minuten die Schau stahlen. Sie sprangen in ihrer „Horsemen-Show“ wie die Pferde über die Hindernisse und scheuten sich nicht, die Stangen bis auf eine Höhe von 1,70 Meter zu legen. Mit nur einem kurzem Anlauf meisterten die drei, zusammen und einzeln, mit Leichtigkeit die Hindernisse. „Wahnsinn“, kommentierte Gerhard Müller die Artistenschau. „So etwas hat es beim Pferdemarkt noch nie gegeben.“

Das Publikum war begeistert und begleitete die Sprünge mit Beifall und Jubel. Die drei fröhlich gestimmten Artisten forderten zum Mitklatschen auf und holten Zuschauer aus dem Publikum, die sie als Hindernisse benutzten. Das Horsemen-Team tritt mit seiner Show bei großen Reitsportveranstaltungen in ganz Europa auf. Ohne Probleme wiederholten die Männer ihre Sprünge am Nachmittag auf dem Turnierplatz des Reitervereins vor dem Springwettbewerb um den Großen Preis von Bietigheim.

Die Sonntagsschau ist neben dem Reitturnier ein Höhepunkt und Publikumsmagnet des Pferdemarktes. Der Ponyhof Müller zeigte mit seinen kleinen Pferden und Jungreitern wie jedes Jahr eine Quadrille mit Reitern und Fahrern. Markus Müller hatte die Vorführung einstudiert und seine Mutter Rita kommentierte. Nachwuchsförderung war dabei das Thema.

Erstmals zu sehen war Uwe Eitel mit seinem 16-jährigen Wallach „Horscht“ und der neunjährigen Stute „Sina“ aus Eibensbach im Stromberg. Das Team zeigte wie viel Geschick und Kraft nötig sind, um im Wald Holz zu rücken. Auf dem Turnierplatz war ein Hindernisparcours aufgebaut, auf dem Baumstämme wie im Wald bewegt wurden. Uwe Eitel arbeitet im Nebenberuf im Forst. In einer Stunde kann er mit seinen Pferden fünf Festmeter Holz am Weg anrücken.

Alte Bekannte beim Pferdemarkt sind die schwarzen Friesenpferde aus dem Schwarzwald, die diesmal von Linda von Schulz gezeigt wurden. Friesenpferde stammen aus dem niederländischen Friesland. Sie erreichen je nach Geschlecht und Alter ein Stockmaß von 150 bis 170 Zentimeter und fallen vor allem durch ihre dunkle Fellfärbung auf. Ob Stute oder Hengst, jeder Friese ist rassetypisch ein Rappe. 2002 wurde die Idee zur Gründung einer Friesenquadrille in Baden-Württemberg verwirklicht. Derzeitig besteht die Schwarzwald-Quadrille aus fünf Hengsten, vier Wallachen und einer Stute, die in Harmonie und Zuverlässigkeit miteinander in dem Schaubild zu sehen sind. In Bietigheim traten gestern acht Friesen auf. Die Quadrille ist jedes Jahr zum Abschluss der Pferdeschau zu sehen.

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