Ludwigsburg | 15. Dezember 2017

Nachhaltigkeit im Mittelpunkt

Das Wirtschaftsgymnasium der Erich-Bracher-Schule geht mit dualer Juniorenfirma neue Wege

Pattonville. Nach welchen Kriterien heute ein Unternehmen geführt werden muss, will das Wirtschaftsgymnasium der Erich-Bracher-Schule in Pattonville Schülern der Klassen elf und zwölf mit einem neuen Konzept vermitteln. Dazu wurde jetzt eine duale Juniorenfirma, die „EBS-Starters“, ins Leben gerufen.

„Wir unterscheiden uns von allen anderen Juniorenfirmen, weil wir keine reine Schülerfirma sind, sondern mit externen Partnern zusammenarbeiten“, unterstreicht Tobias Kaltenmark, der in diesen Klassen Wirtschaft und Ethik unterrichtet. Zusammen mit Alexandra Schramm, Lehrerin für BWL und Finanzmanagement, hat er strategische und Produktionspartner gewinnen können. Schramm: „Für uns stand bei der Suche vor allem das nachhaltige Wirtschaften im Fokus.“ Die beiden sind stolz, dass sie den Bundesverband der grünen Wirtschaft, UnternehmensGrün e.V., als Projektträger mit im Boot haben, ebenso wie die Karlshöhe Ludwigsburg mit ihren therapeutischen Werkstätten als Produktionspartner und die Volksbank Ludwigsburg als Berater und Unterstützer in Finanzierungsfragen. In Baden-Württemberg wird das Projekt außerdem vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft seit 2010 gefördert und begleitet.

23 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 18 Jahren machen bei diesem Projekt mit und erarbeiten derzeit zusammen mit den beiden Pädagogen die Pläne für ihre Geschäftsideen. Diese Geschäftsgründungsphase geht bis Februar nächsten Jahres. Dann wird bewertet. Schramm: „Die EBS-Starter müssen ihre Ideen auch den Partnern vorstellen – etwa wie in der TV-Sendung ‚Höhle der Löwen‘. Je nachdem, welches Produkt am besten ankommt, gibt es grünes Licht der Schulleitung und der Partner für die Produktion. Die eigentliche operative Arbeit beginnt.“ Zunächst soll erstmal ein Produkt gefertigt werden. Was das sein könnte, ist momentan offen. Von schulischem Material über Müllvermeidung bis hin zu gesundem Essen könnte die Bandbreite gehen. Verkaufsfertig soll der Gegenstand bis spätestens Juni 2018 sein. Dann soll auch die Vermarktung feststehen.

„UnternehmensGrün begleitet die EBS-Starter mit Workshops zu Ressourceneffizienz sowie zu nachhaltiger Produktion“, so Kaltenmark. „Wenn die Schüler alle Workshops absolviert haben, gibt es ein Zertifikat mit Unterschrift vom Umweltminister. Damit können die Teilnehmer auch bei späteren Bewerbungen auf dem Arbeitsmarkt punkten.“

Cornelia Wesemann
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
UMFRAGE
DFB-Krise

Das WM-Desaster wird wohl keine personellen Konsequenzen in der DFB-Spitze nach sich ziehen. Halten Sie die Aufarbeitung in dieser Form für erfolgversprechend?

Die schönsten Seiten des Kreises
Zeitschriftenvorteil