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Auf Wunsch gibt’s Hausbesuche

Stadt und Jugendhilfe Hochdorf bieten jungen Familien Beratung an

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Babylätzchen und Broschüren gibt es als Geschenk.Foto: Stadt Remseck

Ludwigsburg. Seit einem Jahr bietet die Stadt Remseck jungen Eltern Willkommensbesuche an. Der Fachbereich Bildung, Familie und Kultur habe es sich zur Aufgabe gemacht, in Ergänzung zu bereits bestehenden Angeboten unterwegs zu sein, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese Hausbesuche dienten der Vorsorge und der Beratung junger Familien. Der Gemeinderat stehe voll hinter dem Projekt.

Für Eltern beginne mit jedem neugeborenen Kind eine besonders schöne und intensive Zeit. Sie sei aufregend, zuweilen auch ganz schön herausfordernd. Die Stadt Remseck liefere die individuell benötigten, aktuellen Informationen für diese frühe Familienphase gerne frei Haus, soweit dies gewünscht wird.

Post vom Oberbürgermeister

Alle Remsecker Eltern von Neugeborenen erhalten einige Wochen nach der Geburt ihres Kindes vom Oberbürgermeister Post. Dirk Schönberger übermittelt Glückwünsche und bietet an, dass eine Familienbesucherin vorbeischaut. „Remseck ist familienfreundlich! Ich bin begeistert, dass so viele Kinder geboren werden. Im vergangenen Monat waren es 34 Neugeborene“, freut sich der OB. Die Familienbesuche finden in Kooperation mit der Evangelischen Jugendhilfe Hochdorf statt. Deren Leiterin Claudia Obele bewertet die Erfahrungen mit den Willkommensbesuchen laut Stadtverwaltung als Erfolg.

Es besteht kein Zwang

Beim Willkommensbesuch wird eine Tasche mit dem Aufdruck „familienfreundlich!“ verschenkt, die neben einem Babylätzchen Informationsbroschüren enthält. Auf individuelle Fragen erhalten Eltern beim Hausbesuch Antworten: so brauchen manche Tipps für Alleinerziehende, andere bitten um Auskunft über Hebammen, Tagespflege- oder Familienbildungsangebote.

„Gerne dürften es noch mehr Familien sein, die das Angebot annehmen“, wünscht sich OB Schönberger. Er lege großen Wert darauf, dass jede Familie frei entscheiden kann, ob sie Besuch wünscht oder nicht, heißt es in der Pressemitteilung weiter. „Aufsuchende Arbeit bei jungen Familien ist für manche noch gewöhnungsbedürftig. Den größten Vorteil sehe ich darin, dass wir damit junge Familien ganz unmittelbar und mit großer sozialpädagogischer Fachkompetenz direkt vor Ort unterstützen können“, so der Rathauschef.

Zum Programm „Familienfreundlich!“ gehören neben bestehenden Bildungs- und Betreuungsangeboten auch freiwillige Familienbildungsangebote und ein mobiles Familienzentrum. Sie sollen der Kompetenzstärkung junger Familien in unterschiedlichen Lebenslagen dienen. Ziel ist es, dass Familien unbürokratisch auf kommunale Kompetenzen und Strukturen zurückgreifen können. (red)