Logo

Schlösslesfeld: Stadt baut neue Kita

Das war’s: Die letzte Wiese an der Schlösslesfeldschule ist dem Bagger zum Opfer gefallen. Grund zur Freude gibt es trotzdem. Auf der Wiese wird eine Kindertagesstätte mit 65 Plätzen gebaut. Schon im kommenden Mai soll sie fertig sein.

Spatenstich mit dem Ersten Bürgermeister Konrad Seigfried (Mitte), den Kindern von St. Paulus und ihrem Kita-Leiter Mike Weiß (hinten) sowie Vertretern der Stadtverwaltung, der katholischen Kirche und des Bauunternehmens Amos aus Brackenheim, das die
Spatenstich mit dem Ersten Bürgermeister Konrad Seigfried (Mitte), den Kindern von St. Paulus und ihrem Kita-Leiter Mike Weiß (hinten) sowie Vertretern der Stadtverwaltung, der katholischen Kirche und des Bauunternehmens Amos aus Brackenheim, das die Kita errichtet. Foto: Wolschendorf

Ludwigsburg. In Ludwigsburg fehlt es an allen Ecken und Enden an Kitaplätzen. Allein im kommenden Jahr werden wohl insgesamt 300 Betreuungsplätze für Kinder über und unter drei Jahren fehlen (LKZ vom 1. Oktober). Da ist selbst ein Neubau, wie er jetzt auf der Wiese neben der Schlösslesfeldschule am Brahmsweg begonnen wurde, nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Geplant ist eine dreigruppige Kindertagesstätte, die komplett aus Holz in Modulbauweise errichtet werden soll. Rund vier Millionen Euro nimmt die Stadt Ludwigsburg dafür in die Hand. Der symbolische Spatenstich für den Neubau fand jetzt unter anderem mit dem Ersten Bürgermeister Konrad Seigfried sowie Mike Weiß, dem Leiter des katholischen Kindergartens St. Paulus, statt.

Bis zum Frühjahr 2023 soll die Kita, die schon im Mai nächsten Jahres fertiggestellt sein soll, als Interimsgebäude für den Kindergarten St. Paulus in der Beethovenstraße dienen. Dieser wird nämlich abgerissen und durch einen größeren Neubau ersetzt. Am Ende entstehen durch die beiden Bauprojekte 90 zusätzliche Plätze in der Ludwigsburger Oststadt – 65 am Brahmsweg und 25 zusätzliche in der Einrichtung an der Beethovenstraße.

Der Erste Bürgermeister Konrad Seigfried und der Leiter des Fachbereichs Hochbau und Gebäudewirtschaft, Mathias Weißer, lobten beim Spatenstich die tolle Lage der neuen Kita mitten im Grünen mit großen Freiflächen und einem alten Baumbestand. Genau dieser Standort war zu Beginn der Planungen allerdings höchst umstritten. Diese letzte Wiese im Umfeld der Schlösslesfeldschule – im Laufe der vergangenen Jahre war sie durch An- und Neubauten schon erheblich dezimiert worden – wurde von vielen Anwohnern und den Schülern als Spiel- und Freizeitfläche genutzt. Entsprechend groß war bei den Anwohnern und auch der Schule zunächst der Widerstand, als die Stadt den Vorschlag auf den Tisch brachte, auch das letzte Stück der Wiese zu überbauen.

Umstritten war der Standort zunächst auch bei den Stadträten. Letztendlich sorgten der Druck bei den fehlenden Kitaplätzen und das Fehlen an Alternativen dann aber dafür, dass der Vorschlag letztes Jahr eine Mehrheit im Gemeinderat gefunden hat.

Welcher Träger die Einrichtung 2023 übernimmt, wenn die Kinder von St. Paulus wieder ausgezogen sind, ist derzeit noch nicht klar. „Wir als Stadt planen es nicht“, so Konrad Seigfried. Jeder Träger, der ein gutes Angebot macht, könne zum Zug kommen.

Gleich auf der anderen Straßenseite liegt heute schon mit dem Kinder- und Familienzentrum der Kreuzkirche eine große Einrichtung, die ebenfalls in den kommenden Jahren saniert werden soll.

Von den 65 Plätzen der neuen Einrichtung sind 60 für Kinder über drei Jahren und fünf für Kinder unter drei Jahren vorgesehen. Die Kita soll ganztags zwischen 7 und 17 Uhr geöffnet sein.

Autor: