Löchgau. Ein 36 Jahre alter Mann steht im Verdacht, am frühen Sonntagmorgen (18. Oktober) gegen 1.40 Uhr seine Schwester in einem gemeinsamen Wohnhaus in Löchgau getötet zu haben. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft Heilbronn soll er die Frau aus bislang ungeklärter Ursache so schwer verletzt haben, dass sie reanimiert werden musste. Sie starb wenig später im Krankenhaus.
Alarmiert wurde die Polizei von einem Familienmitglied des Tatverdächtigen, bestätigt die Staatsanwaltschaft auf Anfrage unserer Zeitung. In dem Wohnhaus lebten neben den Geschwistern weitere Angehörige. Wer genau den Anruf absetzte und ob Familienmitglieder die Tat miterlebten, ist nicht bekannt. Der 36-Jährige ließ sich jedenfalls „widerstandslos festnehmen“.
Tatverdächtiger schweigt
Zu den Vorwürfen äußerte sich der Beschuldigte bislang nicht. Sowohl gegenüber der Polizei als auch bei seiner Vorführung vor einer Haftrichterin machte er von seinem Schweigerecht Gebrauch, erklärt die Staatsanwaltschaft. Ob der Tat familiäre Konflikte vorausgingen oder ein geschlechtsspezifisches Motiv eine Rolle gespielt haben könnte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft macht dazu keine näheren Angaben.
Am Montag nach der Tat erließ eine Haftrichterin wegen dringenden Totschlagsverdachts einen Unterbringungsbefehl gegen den 36-Jährigen. Aufgrund einer möglichen Erkrankung wurde er in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Ob die Erkrankung bei der Tat eine Rolle gespielt haben könnte, ist noch unklar. Die Ermittlungen dauern an.



