1. Startseite
Logo

Festnahme in Kornwestheim
Sexuelle Belästigung in der S4: Täter schlägt Helfer ins Gesicht

Am Kornwestheimer Bahnhof wurde der Tatverdächtige festgenommen.
Am Kornwestheimer Bahnhof wurde der Tatverdächtige festgenommen. Foto: Holm Wolschendorf
Ein 18-Jähriger soll eine junge Frau in der S4 sexuell belästigt haben. Ein Reisender greift ein – und wird ins Gesicht geschlagen.

Kornwestheim. Nachdem in der Nacht zum Samstag eine 18-Jährige in einer S-Bahn der Linie S4 zwischen Stuttgart und Kornwestheim sexuell belästigt wurde, ist es zu einer Auseinandersetzung zwischen dem ebenfalls 18-jährigen mutmaßlichen Täter und einem unbekannten Reisenden gekommen.

Helfer wird geschlagen

Wie die Bundespolizei mitteilte, berührte der Tatverdächtige gegen 0.50 Uhr die 18-Jährige gegen deren Willen am Gesäß und an der Brust. Ein unbekannter Reisender eilte der jungen Frau zur Hilfe, wurde von dem 18-Jährigen aber mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Umstehende Zeugen alarmierten die Bundespolizei, welche beim Halt der S4 in Kornwestheim auf die 18-Jährige und weitere Zeugen traf. Der Unbekannte, der vom Tatverdächtigen geschlagen wurde, konnte nicht angetroffen werden, so die Polizei.

Der mutmaßliche Täter wurde im Rahmen einer Fahndung in der Bahnhofstraße von einem Beamten mit Diensthund angetroffen. Während der polizeilichen Maßnahmen versuchte er, zu flüchten, konnte jedoch eingeholt werden.

Diensthund wird eingesetzt

Er widersetzte sich den Anweisungen des Beamten und ging mehrfach in bedrohlicher Weise auf ihn zu, sodass der Diensthund eingesetzt wurde. Hierbei erlitt der alkoholisierte Mann leichte Verletzungen. Er wurde vom Rettungsdienst vor Ort medizinisch versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht.

Die Ermittlungen unter anderem wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung sowie des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte wurden eingeleitet. Zeugen, insbesondere der unbekannte geschädigte Reisende, werden gebeten, sich unter Telefon (0711) 550491020 oder per E-Mail an bpoli.stuttgart.oea@polizei.bund.de zu melden. (red)