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Arzt wird in Notaufnahme angegriffen

Der Bruder eines in die Notaufnahme des Klinikums eingelieferten Patienten hat am Freitag gegen 23.20 Uhr einen Arzt angegriffen.

Ludwigsburg. Der Patient, ein 24 Jahre alter Mann, wurde laut Mitteilung der Polizei von seinen Angehörigen vermutlich wegen einer Drogenintoxikation ins Krankenhaus gebracht.

In die sich anschlie ßende Behandlung durch einen 35 Jahre alten Arzt mischte sich im weiteren Verlauf der 27-jährige Bruder des Patienten ein. Dieser schien mit dem Ablauf der Untersuchung nicht einverstanden sein, woraufhin er vom behandelnden Arzt des Krankenhauses verwiesen wurde.

Wie die Polizei mitteilt, ignorierte der 27-Jährige diese Anweisung, diskutierte stattdessen mit dem Klinikpersonal und betrat schlussendlich erneut das Behandlungszimmer. Dort kam es zu einer Rangelei zwischen dem Arzt und dem 27-Jährigen.

Diese handgreifliche Auseinandersetzung verlagerte sich in den Flur der Notaufnahme. Schließlich kam auch noch der 24-jährige Patient seinem Bruder zur Hilfe. Erst durch das beherzte Eingreifen von Kollegen des Arztes konnte der handfeste Konflikt beendet werden. Laut Polizei wurde bei der Rangelei niemand verletzt.

„Das kommt immer wieder vor“, sagt Alexander Tsongas, Pressesprecher des Klinikums. Erst im Sommer dieses Jahres hatte ein junger Mann das Klinik-Personal mit einem Messer bedroht. Er konnte nur von Polizeibeamten mit gezogener Dienstwaffe zur Räson gebracht werden.

„Die Neigung zur Gewaltbereitschaft nimmt zu“, sagt Tsongas. Ebenso die Qualität der Gewaltausbrüche. Die Mitarbeiter des Klinikums sind geschult. „Wir bieten Deeskalationsseminare an.“ Außerdem würden weiblichen Beschäftigten Seminare zu Selbstbehauptung und Gewaltprävention angeboten.

Mitarbeiter eine schwierige Situation nicht aus eigener Kraft lösen, gibt es im Klinikum einen Sicherheitsdienst. „Manchmal hilft allein die bloße Anwesenheit dieser Männer“, so Tsongas. Wenn aber auch das nicht helfe, werde die Polizei gerufen.

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