Kreis Ludwigsburg, Weilimdorf. Mehrere Anrufer meldeten gegen 13:25 Uhr eine starke Rauchentwicklung auf dem Grünen Heiner. Da bereits ein Feuerwehrfahrzeug aus Korntal-Münchingen bei einem Brandeinsatz gebunden war, erfolgte eine Mitalarmierung der Ditzinger Wehr. Durch die kurze Anfahrt über Feldwege trafen die Einsatzkräfte aus Ditzingen bereits fünf Minuten nach der Alarmierung als erstes Löschfahrzeug ein und begannen sofort mit der Brandbekämpfung, teilt Kommandant Andreas Häckermit. Durch Dürre und die starken Böen auf der Anhöhe hatten sich die Flammen mit hoher Geschwindigkeit weiter ausgebreitet.

Mit Waldbrandpatschen, D-Rohren und Löschrucksäcken bekämpften die Einsatzkräfte den Flächenbrand zunächst am Feuersaum, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die zwischenzeitlich betroffene Fläche von rund 50 auf 30 Meter wurde anschließend großzügig bewässert. Hierfür hatte die Stuttgarter Feuerwehr bereits Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr und mehrerer Freiwilligen Feuerwehren mit insgesamt über 20.000 Liter Löschwasser zum Brandort entsandt.

Nach Angaben der Feuerwehr kamen insgesamt vier Löschrohre zum Einsatz. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung nahm unter anderem ein Großtanklöschfahrzeug den Pendelverkehr auf. Bereits nach kurzer Zeit zeigten die Maßnahmen laut Feuerwehr Wirkung. Erste Einsatzkräfte konnten demnach wieder abrücken. Nach gut einer Stunde meldete der Stuttgarter Einsatzleiter „Feuer aus!“ Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Feuerwehren aus Ditzingen, Korntal-Münchingen und dem gesamten Stuttgarter Stadtgebiet mit über 25 Fahrzeugen und mehr als 80 Einsatzkräften vor Ort. Verletzt wurde niemand.
Auch hier brennt es am Montagnachmittag
Während des Brandeinsatzes auf dem Grünen Heiner wurde in der Eberdinger Straße im Ortsteil Heimerdingen ein weiterer Brand gemeldet. Aus ungeklärter Ursache brannte dort ein Abfallhaufen, den die Feuerwehr in kurzer Zeit ablöschte.
Unmittelbar nach dem Anrücken aller Kräfte löste der Thermoscanner am Parkplatz Engelberg eine erneute Alarmierung aus. Vor Ort zeigte sich eine geringe Überwärmung an der Vorderachse eines Gefahrgutzuges, Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr waren nicht erforderlich.
200 Quadratmeter Bäume und Unterholz in Flammen
Die Feuerwehr Korntal-Münchingen teilt mit, dass die Integrierte Leitstelle Ludwigsburg am Montagnachmittag gegen 13 Uhr die Abteilung Münchingen zu einem Kleinbrand am nördlichen Ortsrand alarmierte. Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge brannten knapp 200 Quadratmeter Bäume, Unterholz und Grasfläche. Da erkennbar war, dass große Mengen Wasser notwendig waren und ein Pendelverkehr mit den Löschfahrzeugen aufgrund von Entfernung und Straßenbeschaffenheit sehr aufwendig gewesen wäre, ließ der Einsatzleiter ein Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter-Tank nachfordern. Von der Hauptwache der Feuerwehr Ludwigsburg kam das dortige Trägerfahrzeug mit dem 10.000 Liter fassenden Wasserbehälter.
Parallel zu den Löscharbeiten wurden mit der Motorsäge die Bäume zerkleinert, um alle Glutnester abzulöschen.
Belastender Einsatz für die Wehrleute
Mit dem Mannschaftswagen wurden große Mengen Getränke nachgeführt, um den Flüssigkeitshaushalt der eingesetzten Trupps ausgleichen zu können. Die eingesetzten Kräfte wurden auch in kurzen Abständen durchgewechselt, um hitzebedingte Gesundheitsschäden auszuschließen. Insgesamt waren die Feuerwehren Korntal-Münchingen und Ludwigsburg mit Einsatzleit- und Mannschaftswagen, drei Löschfahrzeugen und dem Wechsellader über zwei Stunden bei sengender Hitze im Einsatz. (red)



