Markgröningen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitagnachmittag mitteilten, geriet der 24-jährige russische Staatsangehörige durch Zeugenaussagen in den Fokus der Kriminalpolizei. Die ermittelte, nachdem am 11. August gegen 22 Uhr im Bereich der Flüchtlingsunterkunft in der Wilhelm-Haas-Straße mehrere Schüsse abgegeben worden waren, die zum Glück aber niemanden trafen.
Streit zwischen zwei Gruppen
Zuvor war es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gekommen. Der Tatverdächtige soll während dieses Streits mehrere Schüsse wohl in Richtung der Kontrahenten abgefeuert haben.
Im Zuge der teilweise verdeckt geführten Ermittlungen erhärtete sich schließlich der Verdacht, dass es sich bei dem 24-Jährigen um den Tatverdächtigen handeln könnte. Schon am Montag, 18. August, erließ das Amtsgericht Stuttgart auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einen Haftbefehl wegen versuchtem Totschlag gegen den Tatverdächtigen. Nachdem der flüchtige 24-Jährige im Ostalbkreis lokalisiert werden konnte, wurde er dort am Donnerstagabend vorläufig festgenommen.
Wohnungen durchsucht
Im Anschluss wurde die Wohnung im Ostalbkreis, in der er sich offenbar nach seiner Flucht aufgehalten hatte, sowie seine Wohnung im Landkreis Ludwigsburg durchsucht. Am Freitagnachmittag er der zuständigen Haftrichterin beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt. Diese setzte den Haftbefehl in Vollzug und wies den 24-Jährigen in eine Justizvollzugsanstalt ein.
Die Ermittlungen und insbesondere die Auswertung der als Beweismittel sichergestellten Gegenstände dauern an. (red)

