Asperg. Die Freude darüber, dass man seit langem an einem Wochenende mal wieder die 10.000-Besucher-Marke knackte, wurde im Asperger Freibad etwas getrübt. Denn sowohl am Samstag als auch am Sonntag musste die Polizei in das Bad ausrücken, weil junge Mädchen dort von Männern sexuell belästigt worden waren.
Am Samstag ereignete sich die Tat kurz nach 18 Uhr im Schwimmbecken. Ein 25 Jahre alter Mann näherte sich einer Zwölfjährigen und fasste ihr oberhalb ihres Bikinis an die Brüste und an ihren Oberschenkel, berichtet die Polizei. Am Sonntag belästigte ein 21-Jähriger zwei 14 und 15 Jahre alte Mädchen im Strudelbecken. Er zog die beiden Jugendlichen nacheinander an sich und betatschte die Brüste, den Po sowie den Schambereich.
In beiden Fällen alarmierte das Freibadpersonal die Polizei; der Betriebsleiter und Mitarbeiter nahmen die Männer in den Sanitätsraum mit und hielten sie dort fest, bis die Polizei kam. „Die Polizei ist in solchen Fällen zum Glück immer extrem schnell da“, sagt der Asperger Bürgermeister Christian Eiberger. Gegen beide Männer führt die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg jetzt Ermittlungen wegen sexueller Belästigung beziehungsweise im Falle des 25-jährigen Tatverdächtigen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern. Zur Nationalität der Männer macht die Polizei auf Nachfrage keine Angaben.
Vorsorglich Security-Kräfte für solche Fälle einstellen will die Stadt Asperg aber nicht. Selbst eine Security könne bei Tausenden von Badegästen nicht automatisch bemerken, wenn sich in einem Becken etwas Ungehöriges abspiele, gibt Christian Eiberger zu bedenken. Wichtig sei, dass sich Betroffene schnell an die Beckenaufsicht wenden. Das Personal wisse, wie dann richtig zu handeln sei. „Leider sieht man den Menschen an der Kasse nicht an, wie sie sich im Bad verhalten werden“, sagt Eiberger. „Wir werden aber weiterhin ein scharfes Auge darauf haben und unsittliche Handlungen sofort unterbinden, wenn wir davon erfahren.“



