Tamm. Ein vermeintlicher „Professor“ einer Klinik rief am Donnerstag eine 68-jährige Frau in Tamm an und gab vor, ihre Tochter sei schwer an Krebs erkrankt. Sie liege in einer Klinik und benötige dringend ein lebensrettendes Medikament, welches es nur in der Schweiz gibt. Das Medikament koste 170.000 Euro, werde allerdings derzeit nicht von der Krankenkasse übernommen, so dass es privat bezahlt werden müsse.
Die 68-Jährige wurde misstrauisch und wollte mit ihrer Tochter sprechen. Daraufhin leitete der „Professor“ das Telefon angeblich an die Tochter weiter, die jedoch nur ins Telefon weinte. Im Endeffekt beendete die 68-Jährige das Telefonat, da der unbekannte Anrufer ihre Fragen nicht ausreichend beantworten konnte, so dass es hier nicht zu einem Vermögensschaden kam.
Mehr Erfolg hatte ein unbekannter Anrufer bei einer 86-jährigen Frau aus Leonberg. Der Betrüger stellte sich ihr als „Professor Koch“ aus der Uniklinik Mainz vor und konnte die Seniorin davon überzeugen, ihrem angeblich krebskranken Sohn nur mit einem 180.000 Euro teuren Medikament das Leben retten zu können.
Die Frau übergab Bargeld, Goldschmuck und Münzen im Gesamtwert von über 20.000 Euro an einen angeblichen „Herrn Schwarz“. Nach der Übergabe erreichte die 86-Jährige telefonisch einen ihrer Söhne, woraufhin der Betrug aufflog. In beiden Fällen ermittelt die Kriminalpolizei Ludwigsburg.



