Kreis Ludwigsburg. Hagel, umgestürzte Bäume, hochgedrückte Gullideckel, vollgelaufene Unterführungen, das waren die „Begleitumstände“ eines Gewitters am frühen Freitag gegen 5 Uhr, wie ein Sprecher des Ludwigsburger Polizeipräsidiums am Morgen erklärte. Betroffen waren laut Polizei vor allem Markgröningen – hier traf es neben Festzelten auch das Leistungshüten beim Schäferlauf, das verspätet startete und gegen halb zehn zunächst unterbrochen werden musste –, Bietigheim-Bissingen und Freiberg.

Zwischen 5 und 5.30 Uhr mussten Feuerwehr und Polizei zu etwa 100 Einsätzen ausrücken, wie es am Vormittag in einer Mitteilung des Ludwigsburger Landratsamtes hieß. Personen seien nach aktuellem Kenntnisstand nicht zu Schaden gekommen.
Gleisunterführung in Bietigheim unter Wasser
Rund um den Bietigheimer Bahnhof bildeten sich Sturzbäche auf den Straßen, in der Gleisunterführung auf der B27 stand das Wasser schließlich so hoch, dass die Kreuzung gesperrt werden musste. Laut Bahn konnte auch gegen halb elf der Schienenersatzverkehr zwischen Bietigheim und Ludwigsburg die Haltestelle an der Stuttgarter Straße nicht anfahren, es komme zu Ausfällen und Verspätungen, hieß es.
Umgestürzte Bäume in Ludwigsburg
Auch das Stadtgebiet Ludwigsburg ist am Freitagmorgen von der Gewitterzelle nur gestreift worden. Die Feuerwehr Ludwigsburg musste zwischen 5 und 7 Uhr zu insgesamt fünf unwetterbedingten Einsätzen ausrücken, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr. Im Vorfeld hatten die Warn-Apps für das Stadtgebiet teilweise die Warnstufe 3 angezeigt. Die Auswirkungen des Unwetters blieben in Ludwigsburg jedoch vergleichsweise gering. Schwerpunkt der Einsätze waren zwei umgestürzte Bäume sowie zwei Wasserschäden. Überdies unterstützte die Feuerwehr Ludwigsburg bei einer Überlandhilfe die Feuerwehr Bietigheim-Bissingen mit einer Drehleiter. Insgesamt waren vier Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz. Nach rund zwei Stunden war das Einsatzgeschehen im Stadtgebiet weitgehend beendet.
Notlese in Weinbergen im Bottwartal
Mehrere Winzer im Bottwartal haben außerdem zur Notlese aufgerufen, weil die Reben zu stark beschädigt sind, als dass die Trauben noch länger dort hängen können. (red)
