Kreis Ludwigsburg. Die Arbeitslosigkeit ist im August weiter angestiegen. Insgesamt waren 14.873 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit Ludwigsburg und dem kommunalen Jobcenter Landkreis Ludwigsburg arbeitslos gemeldet. Das sind 599 Personen oder 4,2 Prozent mehr als im Juli. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 1.129 Personen beziehungsweise 8,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 4,7 Prozent (Vorjahreswert 4,3 Prozent).
Findungsphase bei Schulabgängern
Bei den unter 25-Jährigen erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 291 Personen beziehungsweise 20,0 Prozent auf 1.745. Nach dem Ende des Ausbildungs- und Schuljahres befinden sich viele junge Menschen noch in einer Übergangsphase, bevor sie eine Ausbildung, ein Studium oder eine Beschäftigung beginnen.
„Der Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im August wird zwar auch durch saisonale Effekte nach dem Ende von Schule und Ausbildung verstärkt, zugleich fehlen weiterhin kräftige Beschäftigungsimpulse. Entscheidend ist deshalb, jetzt vorhandene Chancen zu nutzen – Arbeitsuchende bei der beruflichen Neuorientierung und Unternehmen bei der Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Nicole Wagner, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Ludwigsburg.
Trotz des Anstiegs bleibt Bewegung am Arbeitsmarkt. Im August meldeten sich 3.507 Menschen neu oder erneut arbeitslos, gleichzeitig konnten 2.895 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. 872 Menschen begannen einen Job. Weitere 518 Personen starteten eine Ausbildung oder eine Weiterbildung.
Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen
Der Blick auf die beiden Rechtskreise zeigt, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit erneut stärker den Bereich der Arbeitslosenversicherung betrifft. Bei der Agentur für Arbeit Ludwigsburg (Rechtskreis des Sozialgesetzbuches III) waren 7.820 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 461 Personen beziehungsweise 6,3 Prozent mehr als im Juli und 1.027 Personen beziehungsweise 15,1 Prozent mehr als im August 2025. Die anteilige Arbeitslosenquote stieg im August um 0,2 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent (Vorjahreswert 2,1 Prozent).
Beim kommunalen Jobcenter Landkreis Ludwigsburg (Rechtskreis des Sozialgesetzbuches II) waren 7.053 Menschen arbeitslos. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem Anstieg um 138 Personen beziehungsweise 2,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Zahl um 102 Personen beziehungsweise 1,5 Prozent höher. Die anteilige Arbeitslosenquote lag unverändert zum Vormonat und Vorjahresmonat bei 2,2 Prozent.
Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt bestehen
Die Unternehmen im Landkreis suchen weiterhin Arbeitskräfte. Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Ludwigsburg wurden im August 600 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 27 Stellen beziehungsweise 4,7 Prozent mehr als im Juli und 84 Stellen beziehungsweise 16,3 Prozent mehr als im August 2025. Insgesamt waren 2.803 offene Arbeitsstellen gemeldet. Damit lag der Bestand nahezu auf dem Niveau des Vormonats, aber 362 Stellen beziehungsweise 14,8 Prozent über dem Vorjahreswert.
Unterstützung für Jugendliche
Jugendliche, die Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einer Alternative benötigen, können mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Kontakt aufnehmen. Telefonisch unter 0800 4 5555 00 oder online unter https://www.arbeitsagentur.de/vor ort/ludwigsburg. Auf der Plattform www.erlebe-berufe.de ganzjährig finden sich Praktikumsplätze.
Unternehmen können Ausbildungsstellen und Arbeitsstellen unter 0800 4 5555 20 oder online unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen melden. (red)
Auf dem baden-württembergischen Arbeitsmarkt bleibt die Lage angespannt. Im August nahm die Zahl der arbeitslosen Menschen im Vergleich zum Vormonat um 4 Prozent auf 312.373 zu, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg leicht und lag nun bei 4,8 Prozent. Im Vormonat lag sie noch bei 4,6 Prozent. Die Agentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 13. August vorlag. Der Anstieg lasse sichauch hier auf übliche saisonale Effekte zurückführen: Schulzeiten, Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnisse endeten vor der Ferienzeit, während Anschlussbeschäftigungen oder neue Ausbildungen noch nicht begonnen hätten, hieß es weiter.



